Kampf gegen die Zeit! Pogacar furios -Martin abgehängt

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Kampf gegen die Zeit! Pogacar furios -Martin abgehängt
Kampf gegen die Zeit! Pogacar furios -Martin abgehängt

Radsport-Wunderkind Tadej Pogacar hat bei der Tour de France erstmals die Muskeln spielen lassen und mit einer beeindruckenden Machtdemonstration das erste Einzelzeitfahren gewonnen. (NEWS: Alles zum Radsport)

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Der 22 Jahre alte Slowene triumphierte am Mittwoch in Laval nach einer Traumfahrt mit einem 51-km/h-Schnitt souverän und raste nur um acht Sekunden am Gelben Trikot vorbei. Dieses wird nun wohl der Niederländer Mathieu van der Poel am Wochenende in die Alpen tragen.

Pogacar, zweitjüngster Champion in 118 Jahren Tour-Geschichte, setzte sich am Dienstag auf der fünften Etappe über anspruchsvolle 27,2 km in 32:00 Minuten klar vor dem Schweizer Stefan Küng (FDJ/+0:19 Sekunden) durch und untermauerte damit eindrucksvoll seine Ambitionen auf den zweiten Gesamterfolg nacheinander - der Kapitän des UAE-Emirates-Teams wäre damit der jüngste Doppelsieger der Historie.

Dritter wurde überraschend der junge Däne Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma/+0:27). (SERVICE: der Radsport-Kalender)

Pogacar furios - Van der Poel verteidigt Gelb

Der Niederländer Mathieu van der Poel kam auf Rang fünf (+0:31 Minuten) und wird das Gelbe Trikot mindestens einen vierten, wahrscheinlich auch einen fünften und sechsten Tag tragen - die kommenden beiden Etappen weisen keine großen Schwierigkeiten auf.

Damit fährt der Alpecin-Fenix-Kapitän nun deutlich länger im "Maillot jaune" als sein Vater Adrie (ein Tag 1984), sein berühmter Großvater Raymond Poulidor trug nie Gelb. Gesamtdritter ist der Belgier Wout Van Aert (Jumbo-Visma/+0:30). (Alle wichtigen Begriffe der Tour de France)

Seinem großen Rivalen und Landsmann Primoz Roglic (Jumbo-Visma), der noch von den Sturzfolgen vom Montag gezeichnet auf Rang sieben kam, nahm Pogacar mit einem irrsinnig hohen Temposchnitt von genau 51 km/h weitere 44 Sekunden ab und hat schon vor der ersten Bergetappe am Samstag ein Polster von 1:40 Minuten auf den Vorjahreszweiten.

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Bester Deutscher war Max Walscheid (Neuwied/Qhubeka-Nexthash) auf Platz 28 (+1:49). "Es war hart, ein würdiger Parcours für die Tour. Für mich persönlich waren es vielleicht ein paar Höhenmeter zu viel", sagte der 1,99-m-Hüne: "Ich bin aber sehr zufrieden."

Buchmann ordentlich - Martin auf Rang 81

Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) lieferte in der von ihm nicht unbedingt geliebten Disziplin ein ordentliches Rennen und wurde 48. (+2:29). (Bericht: "Omi-Opi-Fan" festgenommen)

"Ziel war es, nicht 110 Prozent zu geben, sondern gut durchzukommen, kein Risiko einzugehen und nicht zu viel Zeit zu verlieren. Das ist mir gut gelungen", sagte der Tour-Vierte von 2019, der ohne große Klassement-Ambitionen zur Tour gekommen war: "Mit den ersten Tour-Tagen kann ich zufrieden sein. Ganz wichtig: Ich bin nicht gestürzt - das ist ja nicht vielen gelungen."

Der sturzgeschädigte viermalige Zeitfahrweltmeister Tony Martin ließ es recht locker angehen und kam auf Rang 81 (+3:33). Martin, der drei seiner fünf Etappensiege bei der Tour im Einzelzeitfahren gesammelt hatte (zuletzt 2014 in Perigueux), war bereits um 12.24 Uhr als siebter Fahrer von der Startrampe gerollt, fuhr dann aber nicht Vollgas. (BERICHT: Scharfe Kritik nach Tour-Stürzen)

"Ich habe an den letzten beiden Tagen gemerkt, dass es mir nicht 100-prozentig gut geht", sagte Martin, der nach Stürzen angeschlagen war: "Deshalb habe ich heute vorgezogen, einen halben Ruhetag zu machen, damit die Wunden eine Chance haben zu heilen und ich mich auch erst mal mental wieder nullen kann."

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