Kampf gegen Waldbrände in Kalifornien kommt spürbar voran

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Brandschäden im kalifornischen Santa Rosa

Der Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien kommt mit dem Einsatz von mehr als 11.000 Feuerwehrleuten und 18 Löschflugzeugen spürbar voran. Die Feuerwehr meldete am Montag (Ortszeit) "gute Fortschritte", die Evakuierungsanordnung wurde für 35.000 Menschen aufgehoben und betraf damit noch 40.000. Mit dem Tod eines Tanklaster-Fahrers, der Wasser in die Waldbrandgebiete transportierte, erhöhte sich die Zahl der Opfer auf 41.

Die Rettungskräfte rechneten damit, dass die Zahl der Toten weiter steigen werde. Allein im Sonoma County wurden nach Angaben des Sheriffs Rob Giordano 88 Menschen vermisst. "Ich gehe davon aus, dass wir einige in den niedergebrannten Häusern finden werden", sagte Giordano. Bei der Suche nach den Vermissten wurden Spürhunde eingesetzt.

Viele Existenzen wurden durch das Feuer zerstört, das auch in den Weinbaugebieten von Napa und Sonoma wütet. Mindestens 5700 Gebäude brannten komplett nieder, auf einer Fläche von 864 Quadratkilometern wurden Wald- und Wohngebiete vernichtet. In den vergangenen Tagen wurden die Brände durch Windböen mit bis zu 80 Stundenkilometern immer wieder angefacht. Allerdings ließ die Windstärke zuletzt nach, zudem wurden für den weiteren Verlauf der Woche Regenschauer vorhergesagt.

US-Präsident Donald Trump sprach am Montag von "schrecklichen menschlichen Verlusten" durch die "beispiellosen, zerstörerischen Brände". Nach Angaben des kalifornischen Krisenzentrums Cal OES wurden die 18 größten Löschflugzeuge, die in den USA zur Verfügung stehen, für die Brandbekämpfung mobilisiert. 17 Bundesstaaten beteiligten sich an dem Rettungseinsatz. Opfer der Flammen wurden unter anderem die Weinkellereien Signorello Estate und Frey.