Kampf gegen Schlepper von Melilla: EU-Kommission will Spanien und Marokko unterstützen

Nach dem Tod von 23 Menschen am Grenzzaun der spanischen Exklave Melilla vor zwei Wochen hat die EU-Kommission zugesagt, Spanien und Marokko im Kampf gegen Schlepper und Schleuserbanden stärker zu unterstützen.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson unterzeichnete bei einem Treffen in Rabat ein entsprechendes Abkommen mit den Innenministern von Spanien, Fernando Grande-Marlaska und Marokko, Abdelouafi Laftit.

Dies werde die gemeinsame Arbeit erleichtern, so Fernando Grande-Marlaska. Man sei bestrebt, das Dossier der illegalen Migration in den Griff zu bekommen und kriminelle Netzwerke, die Gewalt anwendeten und illegale Migranten ausbeuteten, zu bekämpfen. Und man arbeite weiter intensiv daran, die notwendigen Maßnahmen gegen Schlepper zu ergreifen.

Nach dem Vorfall am Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla hatte unter anderem das UN-Menschenrechtsbüro von der EU die Einrichtung sicherer Migrationswege gefordert, um solche Tragödien künftig zu verhindern.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson versicherte, man habe bei den Gesprächen in Rabat erörtert, wie man weiter zusammenarbeiten könne, um solche gewalttätigen und gefährlichen Situationen wie vor zwei Wochen zu vermeiden.

Die spanische Exklave Melilla ist trotz des teils zehn Meter hohen Grenzzauns immer wieder Ziel von Migranten, die in die Europäische Union wollen. Der jüngste Vorfall war der erste massive Ansturm auf den Zaun seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien und Marokko nach fast einem Jahr Spannungen.

Sowohl Grande-Marlaska als auch Johansson lobten Marokko für seine Bemühungen, die nach Angaben der Europäischen Kommission 26.000 irreguläre Ausreisen verhindert haben und "eine wichtige Arbeit zur Eindämmung der irregulären Migration leisten und dafür anerkannt werden sollten", so Grande-Marlaska.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.