Nach Kampf gegen Krebs: Berlin trauert um seine Eishockey-Ikone Lorenz Funk

Lorenz Funk als Trainer des Berliner Bundesliga-Aufsteigers BSC Preussen 1996

Das Geld war wie so oft knapp, die Herberge während des Trainingslagers mehr als karg, sogar die Betten viel zu klein für die kräftigen Eishockey-Recken. Aber Murren war nicht sein Ding, Lorenz Funk sagte stattdessen: "Des is guat fürs Teambuilding, Boys!" Mit seinem Witz und bayrischem Dialekt klangen auch die schlimmsten Wahrheiten immer irgendwie erträglich.

Optmismus war fraglos seine Taktik fürs Leben gewesen, und sie hat ihn weit gebracht. Schon als Spieler: Funk nahm während seiner 225 Länderspiele an 13 Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen teil, gehörte 1976 zum Team, das mit Bronze die bis heute einzige deutsche Olympiamedaille gewann. Meister wurde er mit dem EC Bad Tölz und Berliner Schlittschuhclub. Die Rolex-Uhr mit Gravur, die Verleger Axel Springer 1976 jedem Berliner Spieler schenkte, trug er noch Jahrzehnte später voller Stolz. Überhaupt schien Berlin seine Bestimmung zu sein. Nach der aktiven Karriere führte er den BSC Preussen als Trainer zum Aufstieg in die Bundesliga, arbeitete später im Eichkamp auch als Manager. Und als nach der Wende noch keiner was mit dem früheren Stasi-Klub Dynamo zu tun haben wollte, fuhr er einfach nach Hohenschönhausen und half dort in allen Bereichen. Ob sportfachlich, Sponsorenakquise und Trikotbepflockung - für nichts war sich dieser Baum von einem Mann zu schade. Selbst wenn es mal wieder monatelang kein Gehalt gab. Ohne ihn würde es die Eisbären in ihrer heutigen Hochglanzarena gar nicht geben.

Beim DEL-Spiel am So...

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