Kalorienzähler: Google Maps entfernt kritisierte Cupcakes wieder

Ein Cupcake steht für 110 Kalorien – das wollten die User von Google Maps aber gar nicht so genau wissen. (Bild: ddp Images)

Kann man aus Kalorienzählen ein Erlebnis machen? Google wollte das jedenfalls mal probieren. In seine App Maps hat der Internet-Gigant daher einen Kalorienzähler mit Cupcake-Bildchen eingebaut. Wer viel marschiert, strampelt sich quasi die Törtchen aus dem System. Gut fanden das aber nur wenige.

Spielerisch, bunt und lustig – so wollte Google Maps seine User unterhalten. Daher kann ein Kalorienzähler in Zeiten von Smartphones und Emoticons nicht einfach nur Kalorien zählen, sondern muss auch ein Erlebnis bieten. Google wollte genau das für seine Nutzer leisten. Doch durch die Süßigkeiten fühlten sich wohl viele Nutzer unter Druck gesetzt. Obwohl ein angezeigter Cupcake in der App bedeutete, dass man 110 Kalorien abgebaut hat – und somit eine positive Nachricht darstellte – reagierten viele User genervt. Auf Twitter schrieb Taylor Lorenz, freie Journalistin in den USA: „Mein Gott, wenn man die Gehstrecke wählt, sagt es einem automatisch, wie viel Nahrung man dabei verbrennt, was ein Mist!“

In einem weiteren Tweet schreibt Lorenz, ob die Verantwortlichen überhaupt wissen, wie gefährlich so eine Funktion für Menschen sei, die an einer Essstörung gelitten haben oder leiden. Da die Reaktionen auf die App fast komplett negativ ausfielen, hat sich Google entschieden, den Kalorienzähler samt Cupcakes zu entfernen.

Zurück zum normalen Service – Google Maps hat den Cupcake aus der App entfernt. (Bild: ddp Images)

Nun liefert Google Maps wieder den altbekannten Service: Gehweg-, Rad- und Autostrecken, die lediglich mit der zurückgelegten Zeit bemessen werden. Wie viel Fett man dabei verbrennt – damit wird man so bald wohl nicht mehr behelligt.