Kalifornier verschlingt bei US-Wettbewerb 72 Hotdogs in zehn Minuten

Hotdog-König Joey Chestnut

72 Hotdogs in zehn Minuten: Beim alljährlichen Wettessen der New Yorker Würstchenbude Nathan's hat der Seriensieger Joey Chestnut seinen eigenen Rekord übertroffen. Vor zehntausenden Zuschauern verschlang der 33-jährige Kalifornier zwei Hotdogs mehr als im vergangenen Jahr. Chestnut gewann die traditionsreiche Fress-Orgie bereits zum zehnten Mal. Im Damenwettbewerb verteidigte Miki Sudo ihren Titel, für den Sieg reichten ihr 41 Hotdogs.

Der Organisator des Wettbewerbs, George Shea, würdigte Chestnut in den höchsten Tönen als "amerikanischen Helden". "Er ist ein Repräsentant der Freiheit, des amerikanischen Ideals", sagte Shea vor den 30.000 Zuschauern.

Der Rekordhalter selbst erklärte, er sei "einfach ein alberner Typ, der gerne isst". Er freue sich, dass er damit andere Menschen zum Lachen bringen könne. Allerdings müsse er nun weiter an seiner Kondition arbeiten, um in Zukunft bei dem Wettessen weniger zu schwitzen, sagte der 33-Jährige, der sich seit 2005 dem Wettessen verschrieben hat.

Chestnuts persönlicher Rekord und zugleich die Welthöchstleistung liegt bei 73,5 Hotdogs in zehn Minuten. Allerdings war ihm diese Leistung in einer Qualifikationsrunde und nicht in dem eigentlichen Wettbewerb gelungen.

Der Hotdog-Wettbewerb findet jedes Jahr am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, am Kult-Imbiss Nathan's auf der New Yorker Insel Coney Island statt. Seine Tradition reicht bis ins Jahr 1916 zurück.

Um das Tempo zu steigern, lassen die Teilnehmer die Würstchen in der Regel unzerkaut in den Magen gleiten. Das Brötchen weichen sie in Wasser auf, um es leichter schlucken zu können. Wer sich übergibt, wird disqualifiziert. Die Einhaltung der Regeln wird vom Verband Major League Eating überwacht, der jährlich etwa 80 derartige Wettessen veranstaltet.

In den USA ist Übergewicht ein großes Problem. Jeder dritte Erwachsene im Land ist fettleibig.