Kalifornien schließt wegen Corona-Krise einige Strände

Gedränge am Huntington Beach in Kalifornien

In Kalifornien werden ab Freitag einige Strände geschlossen. Die Regelung betreffe nur den Bezirk Orange County, erklärte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom. Der Gouverneur reagierte damit auf den Andrang an einigen Stränden bei sonnigem Wetter am vergangenen Wochenende. Die Bilder hätten bei ihm "die Alarmglocken schrillen lassen", sagte Newsom.

Er forderte die Kalifornier auf, sich weiterhin an die im März verhängten Ausgangsbeschränkungen zu halten. Dies sei notwendig, um Leben zu retten. Mehrere kalifornische Küstenstädte haben ihre Strände trotz der Ausgangssperre offen gelassen.

Don Wagner von der Bezirksverwaltung von Orange County bezeichnete Newsoms Entscheidung als "Überreaktion" und unklug. Mediziner hätten bestätigt, "wie wichtig frische Luft und Sonnenlicht bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten sind", sagte Wagner. Auch für die psychische Gesundheit sei dies von Vorteil.

Die Polizei- und Feuerwehrchefs von Newport Beach erklärten, die Bilder vom vergangenen Wochenende seien irreführend. Die überwiegende Mehrheit der Strandbesucher habe sich an die Abstandsregeln gehalten.

In Kalifornien wurden bislang nach offiziellen Angaben rund 49.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt dort bei fast 2000. Landesweit wurden bislang knapp 63.000 Todesopfer registriert.