Kahn legt Bayern in Trainerfrage Zidane ans Herz

Zinedine Zidane jagt mit Real Madrid den dritten CL-Titel in Folge

Niko Kovac? Ralph Hasenhüttl? Lucien Favre?

Spätestens seit der Absage von Thomas Tuchel scheint die Frage, wer ab der kommenden Saison Trainer des FC Bayern sein wird, offener denn je.

Der ehemalige Nationaltorwart und Bayern-Profi Oliver Kahn hat nach dem 2:1-Sieg der Münchner beim FC Sevilla einen neuen Namen ins Spiel gebracht.

Kahn legt FC Bayern Zidane nahe

"Zinedine Zidane wäre sicherlich eine Überlegung wert", sagte Kahn in seiner Rolle als ZDF-Experte im Rahmen der Viertelfinal-Hinspiele in der Champions League am Dienstagabend.

Zidane könne "ein Starensemble moderieren" und versuche nicht, "den Fußball neu zu erfinden". Der Weltmeister von 1998 überzeuge "die Spieler einfach mit seiner Ansprache. Was die Mannschaft seit Jahren leistet, ist unglaublich", schwärmte Kahn.

Kurzum: "Er ist ein Trainer, der vom Anforderungsprofil perfekt zum FC Bayern passt."

Auch die Tatsache, dass Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt betont hatte, Jupp Heynckes' Nachfolger werde auf jeden Fall deutschsprachig sein, sieht Kahn nicht unbedingt als Ausschlusskriterium für Zidane.

"Er spricht kein Deutsch, aber er ist ja Franzose und spricht auch Spanisch", meinte der Vize-Weltmeister von 2002: "Deutsch wird er dann auch noch irgendwo lernen können."

Zidane winkt dritter Champions-League-Titel

Ob Zidane die Königlichen, mit denen er nach dem 3:0-Hinspielsieg bei Juventus kurz vor der erneuten Halbfinal-Teilnahme in der Königsklasse steht, überhaupt verlassen möchte, ist jedoch eine andere Frage. Immerhin hat er mit Real in dieser Saison die Gelegenheit, zum dritten Mal in Folge die Champions League zu gewinnen

Für Kahn könnte genau das jedoch Anlass zu einer neuen Herausforderung sein.

"Er hat ja alles erreicht", meinte Kahn über seinen einstigen Gegenspieler Zidane und fragte: "Was will er dann noch machen?"

Dass Zidane die Münchner tatsächlich als direkter Nachfolger von Heynckes übernimmt, scheint jedoch ausgeschlossen - schließlich wollen die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters ihren neuen Trainer bis Ende April präsentieren.

Kahn: Kovac "völlig unerfahren"

Aktuell gilt Niko Kovac von Eintracht Frankfurt als Top-Kandidat - und auch Kahn wäre nicht überrascht, wenn der ehemalige Bayern-Profi künftig das Traineramt an der Säbener Straße übernehmen würde.

"Man erkennt ja so ein bisschen die Tendenz beim FC Bayern, im Moment Leute zu integrieren, die den Verein einfach kennen", meinte Kahn: "Da ist Niko Kovac natürlich sicherlich interessant."

Allerdings sei der Kroate "völlig unerfahren, was jetzt so ein Starensemble, Champions League oder international angeht".