Kahn erinnert sich: Chinesen klauten TV-Idee

Oliver Kahn war lange in der Bundesliga als Torhüter aktiv. Nach seinem Karriereende versuchte er, als Unternehmer Fuß zu fassen. Das klappte nicht immer perfekt.

Oliver Kahn ist als TV-Experte und Unternehmer aktiv. (Bild: Getty Images)

Im Gespräch mit finanzen.net erinnert sich Oliver Kahn, früher beim FC Bayern München und lange als deutscher Nationaltorwart aktiv, zurück an seine ersten Gehversuche als Unternehmer.

2009 wollte er in China eine TV-Show produzieren und dabei selbst in der Jury auftreten. Die Kernidee der Produktion sollte ein Casting von jungen, talentierten Torhütern sein, die sich eine Chance auf dem Weg zum Profifußballer sichern wollten.

Chinesen übernahmen Idee ohne Kahn

Kahn musste allerdings schon bald ausscheiden, da die Idee finanziell den Planungen nicht gerecht wurde. “Die Refinanzierung der Produktionskosten gestaltete sich schwierig. Dafür bedankten sich die Chinesen höflich für unser Know-how und produzierten das Format dann ohne uns mit einheimischen Stars”, erzählt Kahn.

So wurde aus seiner Idee zwar eine Show, Kahn war selbst allerdings nicht involviert. Heute stellt er fest: “Der finanzielle Schaden hielt sich zum Glück im Rahmen. Das war ein Lernprozess, der zum Unternehmerdasein dazugehört.”

Kahn handelte als Spieler mit Aktien

Der 48-Jährige hat nach seinem Karriereende unter anderem General Management studiert und ist derzeit nicht nur als TV-Experte aktiv. Schon als Spieler versuchte sich Kahn am freien Markt.

Er handelte damals mit Aktien – nach einem außergewöhnlichen Prinzip: “Wenn plötzlich Spieler, die vorher nicht mal wussten, was Aktien sind, mir welche empfohlen haben, habe ich verkauft. Und wenn keiner mehr über Aktien reden wollte, habe ich gekauft.”