Kältewelle rollt über Deutschland: So kannst du jetzt dennoch Heizkosten sparen

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

Auch wettertechnisch befindet sich Deutschland derzeit im Ausnahmezustand. Die Temperaturen werden in den nächsten Tagen vielerorts auf bis zu -25 Grad Celsius fallen. Damit die Heizkosten nun nicht explodieren, reicht es schon aus, auf einige einfache Dinge zu achten. Mit diesen Heizungs-Hacks kannst du jetzt ordentlich Geld sparen.

In vielen Orten Deutschlands wird es bis Mitte Februar bitterkalt. Zeit, sich mit den Heizkosten auseinanderzusetzen! (Bild: Getty Images)
In vielen Orten Deutschlands wird es bis Mitte Februar bitterkalt. Zeit, sich mit den Heizkosten auseinanderzusetzen! (Bild: Getty Images)

1. Fenster abdichten

Halte eine brennende Kerze vor Fenster- und Türrahmen, um herauszufinden, ob diese auch wirklich dicht sind. Fängt die Flamme an zu flackern, hast du die undichte Stelle ausfindig gemacht. Befinden die sich am Fensterbrett, kannst du zu folgendem Trick greifen: Nutze eine abgetragene Strumpfhose oder Leggings, fülle sie mit waschbarer Füllwatte und platziere sie vor der undichten Stelle. In allen anderen Fällen hilft Schaumdichtungsband, das günstig zu haben und ganz leicht anzubringen ist (versprochen!).

2. Heizung entlüften

Spätestens, wenn deine Heizung anfängt zu gurgeln oder sich nur noch die untere Hälfte erwärmt, während die obere lauwarm oder kalt bleibt, ist es höchste Zeit, sie zu entlüften. Die gute Nachricht: Ein Fachmann ist dafür gar nicht nötig. Wie die Entlüftung in einfachen Schritten gelingt, wird in diesem Video super erklärt:

3. Die Heizungen freiräumen

Möbel, Vorhänge, Spielzeugkisten oder Wäscheberge: Achte jetzt darauf, dass deiner Heizung nichts im Wege steht. Denn jedes auch noch so kleines Hindernis sorgt dafür, dass die warme Heizungsluft nicht richtig ausströmen und den Raum erhitzen kann.

4. Die richtige Heiztemperatur einstellen

Nicht alle Räume brauchen dieselben Temperaturen. Während im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad ausreichend sind, fühlen sich die meisten Menschen im Wohnzimmer bei Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad wohl und im Bad können es auch mal 23 Grad sein.

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Wer Energie und Kosten sparen will, sollte verschiedene Temperaturzonen einrichten und demnach darauf achten, dass die Türen zwischen wärmeren und kälteren Räumen geschlossen bleiben und sich lieber wärmer anziehen, bevor er die Heizung höher dreht. Denn: Laut Verbraucherzentrale spart jedes Grad weniger rund sechs Prozent an Heizkosten.

Ein smartes Zuhause ist erst einmal teuer – die Investitionen zahlen sich aber langfristig aus. (Bild: Getty Images)
Ein smartes Zuhause ist erst einmal teuer – die Investitionen zahlen sich aber langfristig aus. (Bild: Getty Images)

5. Die Investition in Thermostate lohnt sich

Programmierbare Thermostate messen die Raumtemperatur und steuern das Heizkörperventil mit einem elektrischen Stellantrieb. Es bleibt aber jederzeit möglich, von der Programmierung abzuweichen und von Hand eine andere Temperatur zu wählen. Besonders praktisch: Du kannst einstellen, an welchen Zeiten du nicht Zuhause bist und die Wohnung kühler bleiben darf.

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Eine regelmäßige Absenkung um vier Grad etwa während des Großeinkaufs, Spaziergangs oder nachts kann die Heizkosten um bis zu zehn Prozent verringern. Laut Stiftung Warentest sind überzeugende programmierbare Thermostate schon ab 20 Euro erhältlich. Soll es ein vernetztes Modell sein, mit denen sich Heizkörper aus der Ferne steuern lassen, ist mit mehreren Hundert Euro zu rechnen – die sich laut Hersteller aber bereits nach 12 bis 18 Monaten durch die gesparten Heizkosten refinanzieren.

6. Heizung jetzt nicht mehr ganz abdrehen

Am meisten Energie verbrauchen Heizungen, die komplett ausgeschaltet werden und die Räume dann erst wieder auf die gewünschte Temperatur bringen sollen. Ist es draußen – wie jetzt – empfindlich kalt, ist es besser, die Heizung auch nachts oder bei längerer Abwesenheit am Tag auf niedriger Stufe laufen zu lassen, damit die Räume erst gar nicht ganz auskühlen.

7. Richtig lüften

Die wichtigste Regel lautet: Mehrfach täglich stoßlüften, nicht dauerhaft kipplüften. Das heißt, dass die Fenster immer nur für wenige Minuten, dafür aber möglichst komplett geöffnet werden. So wird die Luft im Raum schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände innen auskühlen. Sind die Fenster wieder geschlossen, muss die Heizung danach nur die frische Luft erwärmen.

8. In schöne Teppiche investieren

Shopping-Queens werden sich nun freuen, denn die Investition in flauschige Teppiche macht doch viel mehr Spaß, als das Geld einfach in die Heizungsluft zu blasen. Tatsächlich belegen Studien, dass Teppiche nicht nur den Wohlfühl- sondern auch den gefühlten Wärmefaktor steigern: Die gefühlte Raumtemperatur steigt demnach um ganze zwei Grad, wenn ein Teppich ausgelegt wird.

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