Aus Kabul ausgeflogener Afghane in Frankreich in Polizeigewahrsam

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Emblem des französischen Inlands-Geheimdienstes

Ein aus Kabul ausgeflogener Afghane ist in Frankreich wegen möglicher Verbindungen zu den Taliban in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mitteilte, wurde der Mann festgenommen, weil er sich am Montag einer Überwachungsmaßnahme entziehen wollte. Der Mann zähle zum Umfeld eines Mannes, der eine "Verbindung zu den Taliban" gehabt habe, die noch geprüft werden müsse, fügte Regierungssprecher Gabriel Attal hinzu.

Wie Attal dem Info-Sender BFMTV weiter sagte, zählt der Festgenommene zum Umfeld des Afghanen mit möglichen Taliban-Verbindungen, der in Kabul bei der Evakuierung von Franzosen und von Personal, das für die Botschaft arbeitete, behilflich gewesen sei. Dadurch habe dieser "wahrscheinlich Menschenleben gerettet".

Der französische Innenminister Gérald Darmanin erinnerte daran, dass alle Afghanen, die Kabul verlassen, über den französischen Militärstützpunkt in Abu Dhabi ausgeflogen werden sollten. Am Wochenende hatten fünf Afghanen bei ihrer Ankunft die Mitteilung erhalten, dass sie vom französischen Inlands-Geheimdienst (DGSI) überwacht werden. Unter ihnen war laut Darmanin auch der Mann, der bei der Evakuierung der französischen Botschschaft "sehr hilfreich" gewesen sei.

ao/cp

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