Das Kabinett ist weiblich wie noch nie – trotzdem hat die Bundesregierung ein Frauenproblem

Katharina Schneider
  • Die Führungsriegen der Ministerien der Bundesregierung sind zu weniger als 30 Prozent mit Frauen besetzt
  • In der deutschen Politik hat diese Ungleichheit System

Neun dunkle Anzüge, neun Krawatten, neun weiße Männer über 50 – ein Foto der Führungsriege von Horst Seehofers (CSU) Innenministerium hat in den letzten Tagen für Empörung gesorgt.

Der Vorwurf: 51 Prozent der deutschen Bevölkerung – ja, so viele Frauen gibt es hier – sind nicht repräsentiert. 

Dabei sieht das Kabinett der neuen Bundesregierung aus Frauensicht auf den ersten Blick erfreulich aus. Neun Ministerposten sind mit Männern, sieben mit Frauen besetzt. Das macht eine Quote von 43,8 Prozent. Immerhin eine beinahe-Parität und ist gar nicht so weit weg vom 51-Prozent-Querschnitt der Bevölkerung.

Es ist sogar die höchste Frauenquote in der Geschichte der Bundesrepublik.

Infografik: Merkel IV fast paritätisch besetzt | Statista

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Doch diese positive Entwicklung ist ein Trugschluss. Denn betrachtet man die Ebene unter den Ministern, also die parlamentarischen Staatssekretäre, findet man 22 Männer – und 13...

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