Kabinett berät über neue Rezepte für bezahlbares Wohnen

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Kabinett berät über neue Rezepte für bezahlbares Wohnen

Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: Foto: DB Dieter Assmann

Das Dauerthema Wohnungsmangel beschäftigt heute das Bundeskabinett. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) legt einen «Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft» vor.

Und obwohl die Neubautätigkeit in dieser Legislaturperiode deutlich zugenommen hat, steht jetzt schon fest, dass dieses Thema auch die nächste Bundesregierung intensiv beschäftigen wird.

Denn der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Städten wie Berlin, Düsseldorf, Köln oder München birgt sozialen Sprengstoff. Wer hier wohnt, gibt häufig mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus.

Und es betrifft nicht nur die Armen. Auch für Familien mit mittleren Einkommen sind beliebte Stadtviertel zum Teil unbezahlbar geworden. Da die Preise bei Neuvermietungen trotz Mietpreisbremse stärker steigen als im Bestand, wird es für Arbeitgeber mancherorts schwierig, Fachkräfte anzuwerben.

Hendricks schätzt, dass in den kommenden Jahren jeweils 350 000 neue Wohneinheiten entstehen müssten, um den Bedarf zu decken. Auch beim sozialen Wohnungsbau, für den die Länder Geld vom Bund erhalten, klafft ihrer Ansicht nach noch eine Lücke. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 24 550 Sozialwohnungen gebaut.