Kabinett berät über Hilfen für Studierende und ÖPNV

BERLIN (dpa-AFX) -Das Bundeskabinett will an diesem Freitag die 200-Euro-Einmalhilfe für Studierende und Fachschüler auf den Weg bringen. Die Sonderzahlung ist Teil des Anfang September von der Ampel-Koalition vereinbarten dritten Entlastungspakets in der Energiekrise. Den Plänen des Bundesbildungsministeriums zufolge sollen die 200 Euro über eine zentrale Plattform im Internet beantragt werden können, die aber noch im Aufbau ist.

Antragsberechtigt sein sollen etwa 3,4 Millionen Studierende und Fachschüler mit Wohnsitz oder "gewöhnlichem Aufenthalt" in Deutschland, die am 1. Dezember dieses Jahres an einer Hochschule eingeschrieben oder zu diesem Zeitpunkt in einer Fachschulausbildung sind.

Das Kabinett will außerdem mehr Geld für den Nahverkehr beschließen. Konkret geht es um die sogenannten Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder Bahn- und Busverbindungen bei den Verkehrsunternehmen bestellen. Die Länder hatten dies zur Bedingung dafür gemacht, dass sie das bundesweite 49-Euro-Monatsticket mitfinanzieren. Dieses soll im kommenden Jahr eingeführt werden, der genaue Zeitpunkt ist offen. Das neue Ticket kostet drei Milliarden Euro, Bund und Länder finanzieren das jeweils zur Hälfte. Der Bund erhöht zugleich die Regionalisierungsmittel von 2022 an um eine Milliarde Euro pro Jahr.