Kabarett in Berlin: Peer Steinbrück: "Politik braucht Selbstironie"

Florian Schroeder und Peer Steinbrück sind am 1. Juli im Berliner Admiralspalast

Man kann versuchen, ein Interview mit Peer Steinbrück und dem Kabarettisten Florian Schroeder zu führen. Sinnvoller ist es aber, den Zettel mit den lange vorbereiteten Fragen unauffällig unter den Redaktionstisch fallen zu lassen, tief einzuatmen und zu hoffen, dass man irgendwann in der nächsten Stunde zu Wort kommen wird. Und dass einem dann eine halbwegs lustige Frage einfällt. Schroeder spricht so schnell, dass Steinbrück zu schwitzen anfängt und behauptet, nicht einmal die Hälfte zu verstehen, also akustisch.

Dafür haut Steinbrück Sprüche raus, über die Schroeder so laut lachen muss, dass ihm die Kaffeetasse aus der Hand fallen würde, wenn er sich nicht ein Wasser bestellt hätte. Die beiden sind auf Werbetour für ihre gemeinsame Satire-Show, die sie am 1. Juli in den Admiralspalast führt. Und sie sagen, was man so sagt, wenn man auf sich aufmerksam machen und Eintrittskarten verkaufen will.

Prominentestes Lästermaul

Steinbrück hat sich in einem der ersten Interviews, das die beiden zusammen geführt haben, über Martin Schulz lustig gemacht. Wie man das halt tut als Satiriker. Mit dem Unterschied, dass die meisten Menschen dort draußen den Steinbrück noch als ehemaligen Kanzlerkandidaten der SPD und Finanzminister ("Die Spareinlagen sind sicher") in Erinnerung haben. Da wirken Begriffe wie "Heulsusen" und "Erich Schulz-Honecker" im Zusammenhang mit der Sozialdemokratie verstörend, insbesondere in der SPD selbst. Richtig wütend sind einige Genossen auf ihr prominentestes Läste...

Lesen Sie hier weiter!