K+S: Die Spannung steigt – vor den Zahlen kaufen?

Thorsten Küfner
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K+S: Die Spannung steigt – vor den Zahlen kaufen?

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S wird am Montag seine Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vorlegen. Der Konkurrent Nutrien (aus der Fusion von Potash und Agrium hervorgegangen), hat bereits die Quartalsergebnisse veröffentlicht und vor allem mit einem Statement positiv überrascht.

So waren die Zahlen von Nutrien für das erste Quartal wegen der ungünstigen Witterung zwar eher mau, die Aussagen im Hinblick auf den weiteren Jahresverlauf waren aber von Optimismus geprägt. Demnach bleibt laut dem Weltmarktführer im Kaligeschäft das Marktumfeld für den Kalipreis gut. Nutrien verwies dabei vor allem auf die gute Preisentwicklung in Brasilien sowie auf die weiter anziehende Nachfrage in China. Im Hinblick auf die anstehenden Preisverhandlungen mit China und Indien zeigte sich der Vorstand des kanadischen Konzerns ebenfalls zuversichtlich gestimmt.

Deutlich höherer Ausstoß bei Bethune-Mine erwartet
Steigende Kalipreise wären natürlich ein Segen für K+S. Bei der Zahlenvorlage des MDAX-Konzerns dürften die Marktteilnehmer vor allem darauf blicken, welche Fortschritte es bei der wichtigen Bethune-Mine in Kanada gegeben hat. Nachdem dort im letzten Jahr die Förderung gestartet wurde, soll sie nun relativ rasch auf knapp zwei Millionen Tonnen Kali pro Jahr hochgefahren werden. Nachdem 2017 im gesamten Jahr 500.000 Tonnen zu Tage gefördert werden konnten, dürften es nach Schätzung der UBS nun allein im ersten Quartal 300.000 Tonnen gewesen sein. UBS-Analyst Patrick Rafaisz stuft die Aktie indes weiterhin mit „Buy“ ein und beziffert das Kursziel auf 26,00 Euro.

Es sieht gut aus, aber …
Die Aussichten für K+S hellen sich angesichts allmählich wieder höherer Kalipreise sowie einer stetig steigenden Produktion weiter auf. Auch das Chartbild stimmt positiv. Allerdings bleiben die Risiken der volatilen Kalipreise, der Unwägbarkeiten für die Fördermöglichkeiten der Minen in Deutschland und Kanada sowie der hohen Nettoverschuldung von knapp drei Milliarden Euro. Daher bleibt die Aktie nur für mutige Anleger geeignet (Stopp: 19,50 Euro).

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an K+S, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.