K+S sichert sich Zugriff auf mehr Spezialdünger


Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S baut sein Angebot an Spezialdünger aus: Ab 2020 werden die Kasseler jährlich 75.000 Tonnen Kaliumsulfat von der australischen Firma Kalium Lakes beziehen und an ihre Kunden in Südostasien und Australien verkaufen, wie Kalium Lakes am Donnerstag mitteilte.

Den entsprechenden Vertrag haben die beiden Unternehmen am Rande der Jahrestagung der weltweiten Vereinigung der Düngemittelproduzenten (IFA) in Berlin unterzeichnet.

K+S will sich im Rahmen seiner neuen Unternehmensstrategie „Shaping 2030“ stärker auf margenstärkere Düngemittelspezialitäten konzentrieren, wozu auch Kaliumsulfat gehört.


Das Kaliumsalz der Schwefelsäure wird als Düngemittel für Obst und Gemüse eingesetzt und zu deutlich höheren Preisen gehandelt als das Standardprodukt Kaliumchlorid von K+S.

Mit dem Vertrag will K+S nach Angaben eines Sprechers auch seine Position in einem engen Markt absichern. Nach Angaben von Commerzbank-Analyst Michael Schäfer beläuft sich der weltweite Markt für Kaliumsulfat (SOP) auf rund sechs Millionen Tonnen und steht für etwa 2,5 Milliarden Euro Umsatz.

K+S produziert in den deutschen Werken an der Werra laut Schäfers Schätzung jährlich rund 900.000 Tonnen und dürfte in diesem Jahr damit rund 370 Millionen Euro erzielen. K+S mit zuletzt rund 3,6 Milliarden Euro Jahresumsatz ist der größte SOP-Lieferant außerhalb Chinas, wobei China mehr SOP nachfragt als selbst produziert.

Kalium Lakes will das Kaliumsulfat aus einem unterirdischen Solevorkommen gewinnen. K+S unterstützt das Vorhaben mit Know-how und Technik. Der MDax-Konzern bekommt für die Distribution und Vermarktung eine Gebühr. Der Vertrag ist zunächst auf zehn Jahre anlegt.