K+S: Die Shortseller ziehen sich zurück

Thorsten Küfner
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K+S: Halten? Kaufen? Verkaufen? Das raten jetzt die Analysten

Lange Zeit waren die Anteilscheine des Düngemittel- und Salzherstellers K+S die am stärksten geshorteten Titel im HDAX. Angesichts der zahlreichen Risiken und Probleme des MDAX-Konzerns war dies auch wenig verwunderlich. Da sich die Aussichten für K+S nun aber aufhellen, ziehen sich die „Shorties“ wieder zurück.

Zwar lagen die Netto-Short-Positionen zuletzt immer noch bei stattlichen 10,55 Prozent, der Trend ist aber klar rückläufig. Anfang des Jahres waren es noch rund 13 Prozent, Ende 2016 sogar noch mehr als 17 Prozent.

Der Hauptgrund für den Rückzug der Shortseller sind natürlich die bessere operative Entwicklung des Düngemittel- und Salzproduzenten sowie die sich aufhellenden Aussichten. So legten die Kalipreise zuletzt weiter zu. K+S signalisierte zudem trotz der hohen Verschuldung wieder Stärke. So wurde etwa die Dividende für 2017 leicht angehoben. Nun gab man auch bekannt, in ein neues Solfeld in den Niederlanden zu investieren.

 

Mutige können zugreifen
Die Unsicherheiten über die Fördermöglichkeiten der deutschen Werke, die Produktivität der neuen Mine in Kanada und die weitere Entwicklung der Kalipreise machen die Aktie von K+S zweifellos weiter zu einem heißen Eisen. Zudem sollte man die hohen Nettoschulden von rund drei Milliarden Euro stets im Hinterkopf behalten. Mutige Anleger können dennoch weiter das Momentum nutzen und auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei den Kalipreisen sowie der K+S-Aktie setzen. Das Chartbild stimmt trotz der eher schwachen Marktlage weiterhin zuversichtlich. Der Stopp sollte bei 18,50 Euro belassen werden.