UN kürzen Etat für Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar

Ein Soldat in Mali mit einem Helm der Vereinten Nationen. Die UN haben ihr Budget für Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar gekürzt. Foto: Michael Kappeler

Die Vereinten Nationen haben ihr Budget für die 16 weltweiten Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar (523 Mio Euro) gekürzt. Die UN-Vollversammlung stimmte in New York einem Etat von 6,8 Milliarden Dollar (5,9 Mrd Euro) ab Juli bis Juni 2018 zu.

In den kommenden Monaten will sie voraussichtlich weitere 500 Millionen Dollar freigeben. Damit fällt das Budget für Friedensmissionen von 7,9 auf etwa 7,3 Milliarden Dollar (6,4 Mrd Euro).

Vor allem die USA hatten sich unter Führung ihrer UN-Botschafterin Nikki Haley für diese Kürzungen stark gemacht, während EU-Länder weniger drastische Einschnitte durchsetzen wollten. «Wir sind froh, dass die Europäische Union bekommen hat, was wir wollten», sagte Italiens UN-Botschafter Sebastiano Cardi am Freitag, der sich zufrieden mit dem Ergebnis zeigte.

UN-Generalsekretär António Guterres war in den vergangenen Tagen in Washington zu Gast, um mit führenden Politikern über den US-Beitrag zum Budget der Weltorganisation zu sprechen. US-Präsident Donald Trump hatte die Höhe der Beitragszahlungen der Vereinigten Staaten zuvor als «unfair» bezeichnet und einen Vorschlag für den US-Haushalt vorgelegt, der deutliche Kürzungen vorsieht. Dieser muss vom Kongress aber erst noch verhandelt werden.