Köpenicker Schützenfest: Unions Polter weiß wieder, was wichtig ist

Grischa Prömel (l.) schreit seine Freude heraus und feiert Unions Torschützen Sebastian Polter (Mitte)

Berlin.  Das Batman-Signal? Ein verunglücktes Herz? Was war es denn nun, das Sebastian Polter mit seinen Händen formte, kurz nach dem Führungstreffer beim 5:0 gegen Kaiserslautern ? Der Stürmer des 1. FC Union klärt auf: "Ich habe Freunde aus Wilhelmshaven da und habe ein W in deren Richtung gezeigt."

Wilhelmshaven, Polters Geburtsstadt. Als ob er sich in den Tagen vor dem Schützenfest am Montagabend gegen die Pfälzer mit einem Hauch aus der Heimat den Rest an Selbstvertrauen geholt hat. Back to the roots, zurück zu dem, was wirklich wichtig ist, die vergangenen fünf Wochen, in denen er nicht getroffen, in denen der Berliner Fußball-Zweitligist nicht gewonnen hat, einfach zurückgespult und gelöscht.

Genau so lässt sich Polters Dreierpack erklären, ebenso wie Unions Rückkehr in die Erfolgsspur. "Ich habe in der Woche viel dafür gearbeitet, viele Torschüsse gemacht, um einfach vor dem Tor nicht mehr nachzudenken. Weil ich gerade in der Vergangenheit das eine oder andere Mal nachgedacht habe, und das ist als Stürmer nie gut. Dann verfehlst du vielleicht die Millisekunde zum Torschuss", erklärte der 26-Jährige sichtlich gelöst, hier und da ein Lachen.

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Dass sein erster Treffer jedoch Tor-des-Monats-verdächtig einschlägt, "hätte ich natürlich auch nicht gedacht, aber ich bin glücklich darüber". Polter ist zurück, Union ist zurück. "Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie in meiner Karriere ein Tor außerhalb der Box geschossen habe", fügte der Angrei...

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