Wir können von den USA in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf lernen

Nadine Cibu

Managerin, Bereichsleiterin, Gründerin – Barbara Lutz hat sich in ihrem Leben viele Berufstitel erarbeitet. Sie arbeitete für die Commerzbank oder die renommierte Werbeagentur Ogilvy & Mather.

Doch die Geschäftsfrau trägt noch ein weiteres Label: Mutter von zwei Kindern.

In anderen Ländern, besonders in den USA, stellte die Verbindung zwischen Familie und Karriere für die 52-Jährige nie ein Problem dar. In Deutschland sah die Situation jedoch ganz anders aus. 

Wir haben mit Barbara Lutz über Unterschiede zwischen Deutschland und den USA gesprochen – und was wir von den Unternehmen und den Kolleginnen jenseits des Atlantiks lernen können.

“Kind und Karriere sind in den USA völlig normal”

Frau Lutz, ist das Thema Frau, Familie, Karriere in Deutschland wirklich so schwierig?

Das Thema Karriere und Frau ist an sich schon schwierig. In Deutschland haben wir ganz wenig Frauen in der Führung. In Deutschland haben wir auch weniger Kinder. Würden sich die beiden Knackpunkte bedingen, müssten die Zahlen anders sein.

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Das Thema Frau und Karriere ist eben so schon kompliziert. Kommt dann noch die Variable Familie hinzu, wird es noch komplizierter. Ich persönlich kenne viele Frauen, die in Top-Positionen sind. Schaut man sich jedoch nur die Zahlen an, ist es ein sehr geringer Prozentsatz.

In Deutschland waren laut dem Statistischen Bundesamt 2014 29 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt. Im Vergleich zu anderen Ländern der EU lag die Bundesrepublik damit im unteren Drittel.

Was machen die USA in diesem Bereich besser?

In den USA gibt es eine ganze Reihe an guten Ansätzen. Einerseits ist die Verbindung zwischen Kind und Karriere eine große Normalität und nichts Seltenes. Es gibt in Amerika generell mehr Kinder als in Deutschland –  somit ist auch eine Frau, die Kinder hat und arbeitet,...

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