Wohin können Russen noch in Urlaub fahren?

Die Halbinsel Krim hat schon bessere Zeiten gesehen. In diesem Sommer sind noch einmal ein Drittel weniger Touristen gekommen als im vergangenen Jahr. Natürlich hatte die Coronapandemie den Tourismus auf der Krim ausgebremst, doch jetzt haben viele Menschen Angst, auf die Krim zu fahren. Angst, zum einen vor einem Militärschlag der Ukraine, besonders auf die Brücke, und zum anderen gestaltet sich die Reise auf die Krim doch immer schwieriger.

Alexandra aus Sankt Petersburg ist mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen auf der Krim. Sie meint: "In den Nachrichten wird immer wieder gemeldet, dass die Ukrainer die Brücke sprengen wollen. Dass es gerade noch verhindert werden konnte. So etwas schreckt die Leute ab."

Früher kamen die meisten Touristen mit dem Flieger. Doch die Flughäfen sind jetzt für zivile Maschinen geschlossen.

Auch dieser Kioskbetreiber in Sewastopol auf der Krim merkt, dass er weniger Kundschaft hat, nimmt es aber gelassen. Albert Agagulyan: "Für uns Einheimische ist hier alles in Ordnung. Nun ja, die Touristen bleiben aus, sie haben Angst. Die Russen würden gerne kommen."

Viktor Borodulin aus dem Dorf Katcha auf der Krim sagt: "Mich regt die ganze Entwicklung sehr auf. Wir waren doch eigentlich alle eine Familie, Cherson, Odessa, wir auf der Krim. Wir waren doch alle miteinander verbunden."

Die Welt ist für die Russen kleiner geworden. Ins Ausland können sie kaum mehr reisen, und auch ein Krim-Urlaub wird immer schwieriger.

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