Königin Margrethe: "Ich bin dankbar, dass Henrik nicht länger leben musste"

Es sind erschütternde, aber durch und durch ehrliche Worte, die Königin Margrethe in einem neuen Interview über die Demenzerkrankung ihres Mannes Prinz Henrik findet. Sie sagt, sie sei froh, dass er nicht länger habe leiden müssen.

Königin Margrethe und Prinz Henrik können aufatmen

Etwas mehr als zwei Jahre ist Königin Margrethe, 80, jetzt Witwe. Nach schwerer Krankheit verstarb ihr MannPrinz Henrik am 13. Februar 2018. Zuvor hatte er offenbar so lange leiden müssen, dass sein Tod eine Erlösung war. Das erzählt die dänische Königin jetzt in einem Interview anlässlich ihres 80. Geburtstags.

Königin Margrethe offen wie nie

Am 6. September 2017 hatte Königin Margrethe die Demenzerkrankung ihres Gatten öffentlich gemacht. Schon damals stand fest, dass der "Umfang der kognitiven Schwächung größer als für das Alter des Prinzen zu erwarten wäre". Das hatte die Königin über ihren Hofmarschall verlauten lassen. Nur fünf Monate später war Prinz Henrik tot.Königin Margrethe: 7 spannende Details aus ihrem Leben  So wenig Zeit ihm damals offenbar blieb, so einen langen Leidensweg hatte Henrik bereits hinter sich gebracht. Das berichtet Margrethe jetzt im Gespräch mit der Zeitschrift "Alt for damerne". Schon lange hatte sich bei ihrem Gatten offenbar eine Wesensveränderung eingestellt, erinnert sich die 80-jährige Monarchin heute. "Ich bemerkte, dass etwas nicht stimmte, aber es dauert einige Zeit, bis man herausfindet, dass man über Demenz spricht. Es war in den letzten Jahren nicht einfach, möchte ich sagen. Er fühlte sich nicht gut."

"Dankbar, dass er nicht mehr leben musste"

Dass sein Leben dann doch schneller zu Ende ging, als angenommen – für die Königin eine Erleichterung, wie sie ehrlich zugibt. "Es ist schwer, es laut auszusprechen. Und es klingt nicht gut, wenn man es sagt. Aber ich bin dankbar, dass er nicht mehr bei uns sein musste", sagt sie im Interview.

Sowohl für Henrik als auch für sich selbst ist Margrethe bis heute froh, dass sein Leben ein schnelles Ende nahm, denn er war nicht mehr er selbst, erinnert sie sich an die schwere Zeit seiner Erkrankung: "Es ist schwer, ein Verwandter einer an Demenz leidenden Person zu sein, weil sich diese Person verändert. Es ist nicht dieselbe Person, mit der man seit vielen Jahren zusammen ist."

Verwendete Quelle: Dana Press