Kölns positiver Trend: Funkel sieht "große Chancen"

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Kölns positiver Trend: Funkel sieht "große Chancen"
Kölns positiver Trend: Funkel sieht "große Chancen"

Trainer Friedhelm Funkel vom abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln setzt vor den Relegationsduellen auf den jüngsten Aufschwung seiner Mannschaft.

"Den positiven Trend der vergangenen Spiele wollen wir mit auf den Platz nehmen", sagte Funkel vor den Duellen mit dem Zweitliga-Dritten Holstein Kiel am Mittwoch (18.30 Uhr) und Samstag (18.00): "Wenn das klappt, dann haben wir große Chancen, in der Bundesliga zu bleiben."

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Zehn Punkte hat der FC aus sechs Spielen geholt, seit Funkel das Traineramt von Markus Gisdol übernahm. "Wir wollen die spielbestimmende Mannschaft sein, das Tempo hochhalten und das ein oder andere Tor erzielen", so Funkel.

Den Gegner erwartet er trotz der zuletzt negativen Ergebnisse in guter Verfassung: "Wir können nicht davon ausgehen, dass Kiel niedergeschlagen oder deprimiert ist. Sie werden mit einer Jetzt-erst-recht-Stimmung ins Spiel gehen." Kiel war durch zwei Niederlagen noch vom direkten Aufstiegsplatz in die Relegation gerutscht.

Heldt warnt vor Verlusten in 2. Liga

Der Verbleib im Oberhaus wäre für den FC indes nicht nur sportlich "von enormer Bedeutung", sagte Manager Horst Heldt: "Jeder weiß um den Umsatzverlust in der 2. Liga. Allein die TV-Gelder verändern sich radikal."

Ohnehin beklagt Köln in Coronazeiten Einnahmeausfälle von bis zu 65 Millionen Euro und hat bereits eine Landesbürgschaft aufgenommen, um durch die Krise zu kommen.

Kleine Hoffnungen macht man sich am Geißbockheim noch darauf, zumindest wenige Zuschauer zum Hinspiel am Mittwoch im eigenen Stadion empfangen zu dürfen - obwohl das die Kölner Corona-Inzidenz eigentlich nicht zulässt. In den vergangenen Tagen lag die Zahl teilweise knapp oberhalb des Referenzwertes von 100. Aus der Kölner Lokalpolitik kam nun der Wunsch nach einer Ausnahmegenehmigung.

"Wir haben diesen Ball aufgenommen", sagte Heldt, "wir versuchen alles, mal sehen, was möglich ist. Ein paar Zuschauer würden uns gut tun, die Leute hätten es auch verdient. Aber wir nehmen es, wie es kommt."