Kölner Traditionskino: Nach drei Jahren – Das „Rex am Ring“ ist wieder geöffnet

In den traditionsreichen Lichtsspielhaus werden wieder Filme gezeigt.

„Wir sind wieder da!“ Mit dieser kurzen Notiz auf der Homepage hat das „Rex am Ring“ seinen Spielbetrieb wieder aufgenommen. Keine feierliche Eröffnung, keine Party, keine großen Ankündigungen haben im Vorfeld auf die Wiederbelebung eines der legendärsten Kölner Kinos hingewiesen.

Dabei war seit der Schließung im Sommer 2014 immer wieder spekuliert worden, wann der Umbau endlich abgeschlossen würde. Seit Donnerstag ist es soweit: Mit einer Mischung aus Neuerscheinungen und Filmen der letzten Jahre wie etwa dem James Bond-Streifen „Spectre“ ist das Rex an den Start gegangen – dass auch ältere Filme gezeigt werden, ist eine Anlehnung an die Tradition des Kinos als One Dollar House, also als erfolgreichem Nachspielkino. Geschäftsführerin Catherine Laakmann, die auch das Metropolis am Ebertplatz betreibt, hat das schmale Gebäude am Hohenzollernring grundlegend sanieren und modernisieren lassen.

Aus den einst sechs Kinosälen sind durch die Einbeziehung des alten, bislang ungenutzten Bühnenhauses sieben Säle entstanden. Die Kinotechnik wurde auf den neuesten Stand gebracht. Im Eingangsbereich setzt Laakmann auf ein Selbstbedienungs-Konzept: Aus verglasten Kühlschränken versorgen sich die Besucher mit Getränken und zahlen diese zusammen mit den Tickets an der zentralen Theke im Foyer. Neu ist auch die kleine Kino-Bar, die auch vom Friesenwall aus zugänglich ist.

Dritte Wiedereröffnung eines Kölner Traditionskinos

Das Rex ist bereits das dritte der alten Filmtheater auf den Ringen, dem nach einer Schließung neues Leben eingehaucht wurde. Bereits 2012 hatte die Anfang der 1950er Jahre am Kaiser-Wilhelm-Ring errichtete Residenz als Astor-Film-Lounge wiedereröffnet. Im vergangenen Dezember folgte der Filmpalast; der Riphahn-Bau war seinerzeit das größte Kino Westdeutschlands. Und nun das Rex: 1928 unter dem Namen „Lichtspiele des Westens“ eröffnet, war es der letzte Kölner Kinoneubau der Stummfilm-Ära.

Für Cineasten hat die Entwicklung durchaus Gefühlswert, waren die Ringe doch einstmals Kölns glamouröseste Kinomeile. In den 50er und 60er Jahren reihte sich hier Filmpalast an Filmpalast: Capitol, Ufa-Palast, Rex am Ring, Hahnentor-Lichtspiele, Theater am Rudolfplatz – klangvolle Namen einer blühenden Kinokultur. Damals gehörte Köln zu den bevorzugten Städten für Premieren deutscher und ausländischer Filme – mit Romy Schneider, Brigitte Bardot oder Heinz Rühmann auf dem roten Teppich....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta