Kölner Polizei zerschlägt Betrügerbande

Ein offenbar unter Alkohol und Drogen stehender Autofahrer hat in in Dortmund auf der Flucht vor der Polizei zwei Unfälle verursacht. Dabei wurden drei Streifenpolizisten und vier Insassen eines weiteren Autos leicht verletzt

Die Polizei in Köln hat eine organisierte Betrügerbande zerschlagen, die Geldgeschäfte mit zuvor gefälschten Ausweisdokumenten abgeschlossen haben soll. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter im Alter von 41 und 25 Jahren sowie weitere 44- und 55-jährige Tatverdächtige wurden am Dienstag festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Bei einer Razzia hoben die Ermittler in Köln zwei Fälscherwerkstätten aus.

Die Hauptverdächtigen sollen den Angaben zufolge Mittäter beauftragt haben, gefälschte Ausweisdokumente mit Personaldaten von echten Kontoinhabern herzustellen. Die 41- und 25-jährigen Männer sollen anschließend in der Betäubungsmittelszene sogenannte Geldabholer angeworben und diese mit den gefälschten Ausweisen sowie den Daten der jeweiligen Kontoinhaber ausgestattet haben.

Den Ermittlungen zufolge fuhren die mutmaßlichen Bosse die Abholer selbst in vielen Fällen zu verschiedenen Bankfilialen. Das dort mit Hilfe der falschen Ausweise erbeutete Geld wurde wahrscheinlich geteilt.

Bei einer Durchsuchung von 19 Privat- und Geschäftsräumen in Köln, Bergisch Gladbach, Meschede und Hürth stießen rund hundert Polizisten am Dienstagmorgen auf umfangreiches Beweismaterial, Betäubungsmittel und Waffen. Die Ermittler gehen zudem dem Verdacht nach, dass die beiden Haupttäter diverse Kriminelle mit gefälschten Ausweisen ausstatteten. Daraus könnten sich "neue Ermittlungsansätze für weitere Straftaten ergeben", berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei.