Kölner IHK-Präsident: „Das Rheinland braucht steuerliche Anreize für Gründer“

Werner Görg in Teil drei des Interviews zum Rheinland-Valley.

Der neue NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart will in der Region ein „Rheinland-Valley“ etablieren. Eine gute Idee?

Das ist eine tolle Idee. Die finanzwirtschaftliche Förderungsbereitschaft der Landesregierung im Rheinland finde ich sehr gut. Wir brauchen aber auch mehr steuerliche Anreize  für Gründer aus dem Ausland, hierher zu kommen. Das machen andere Länder – die USA etwa oder Israel – besser.  Wir brauchen bundesgesetzliche Regelungen die uns in die Lage versetzen, attraktiver Gründerstandort für Start-ups zu sein. Das sind wir zur Zeit nicht.

Versuche, eine Metropolregion zu etablieren, gibt es schon seit längerem. Geklappt hat es nie. Warum sollte das jetzt anders sein?

Die Kommunen sind gut beraten, die Initiative zu unterstützen. Auch wir  werden das  tun. Das haben die IHKs in NRW schon in den vergangenen Jahren gemacht. Das Individualinteresse muss zurückstehen, dann wird die gesamte Region profitieren.

Welche Chancen hat Köln überhaupt gegenüber Berlin? Die Hauptstadt wird von vielen Gründern als cooler empfunden und zieht auch  Finanzinvestoren an.

Langfristig sehe ich die Chancen unserer Region hervorragend. Mit dem hohen Qualitätsstandard  insbesondere in Bezug auf die Ausbildung kann Berlin nicht konkurrieren. In Berlin ist keine TH Aachen, keine medizinische Fakultät der Uni Köln. Dort gibt es auch nicht mehrere Dax-Konzerne wie in unserer Region. Berlin mag cool sein, hat  aber nicht die beste Startvoraussetzung,  um ein Gründer-Eldorado zu werden.

Und Köln hat die?

Absolut.

Hier gelangen Sie zu Teil eins des Interviews, in dem Werner Görg über Elektromobilität spricht. Hier kommen Sie zu Teil zwei des Interviews zum Thema Kölner Bauvorhaben....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta