Nach Stoß gegen KVB-Bahn: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

Der Mann stand sogar vier Tage vor dem Vorfall vor Gericht.

Mit viel Glück hat eine 18 Jahre alte Touristin aus den USA am Montagabend einen Mordanschlag in der U-Bahn-Haltestelle Dom/Hauptbahnhof überlebt. Der Täter ist auf der Flucht – „wenn man in diesem Fall überhaupt von einer Flucht im Wortsinn sprechen kann“, sagt ein Ermittler. Denn der Mann schien es nach der Tat kein bisschen eilig zu haben. Sein gesamtes Verhalten nährt bei der Mordkommission den Verdacht, dass er psychisch verwirrt sein könnte.

Gegen 22.30 Uhr saß der Mann auf einem Sitz in der unterirdischen Haltestelle. Als eine Bahn der Linie 5 in Richtung Ossendorf einfuhr, stand er auf und stieß die 18-Jährige, die mit ihrer Cousine (21) auf dem Bahnsteig stand, plötzlich und ohne jede Vorwarnung in Richtung Gleise. Die junge Frau stürzte, fiel aber nicht auf die Schienen, sondern blieb Zentimeter vor der Bahnsteigkante liegen. Der einfahrende Zug soll den Kopf noch leicht gestreift haben. Die 18-Jährige blieb jedoch offenbar nahezu unverletzt.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, weil der Angriff heimtückisch erfolgte, für das Opfer also nicht vorhersehbar war. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat es zwischen den Beiden zuvor keinerlei Kontakt gegeben“, bestätigt Polizeisprecher Christoph Schulte.

Die 18-Jährige rappelte sich auf und stieg mit ihrer Cousine in die Bahn. Auch der Täter betrat die Bahn, nahm allerdings in einem anderen Waggon Platz. Zwei Stationen später, am Friesenplatz, stiegen die Frauen wieder aus und sprachen ein Streifenteam an. Die Polizisten leiteten sofort eine Fahndung ein, aber der Täter blieb verschwunden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta