Heldt als Sportchef nach Köln? 96-Boss Kind reagiert

Rasmus Godau, Reinhard Franke, Sportinformationsdienst (SID)
Horst Heldt ist seit März Manager von Hannover 96

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln hat auf der Suche nach einem Nachfolger für Jörg Schmadtke offenbar den Manager eines Bundesliga-Konkurrenten im Auge und wollen angeblich Horst Heldt von Hannover 96 als neuen Sportdirektor verpflichten.

Angesprochen auf die Berichte von Bild und kicker sagte 96-Präsident Martin Kind SPORT1: "Ich habe von dem Gerücht gehört, aber mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es liegt kein Angebot des 1. FC Köln vor."

Hannover-Boss Kind: "Sind nicht gesprächsbereit"

Heldts Vertrag bei den Niedersachsen läuft bis 2020. Der 47-Jährige soll den Berichten zufolge bereits bei Kind vorstellig geworden sein und ihn vom Interesse der Kölner unterrichtet haben.

Hannover  sei "nicht gesprächsbereit", betonte Kind bei SPORT1. Herr Heldt hat bei uns einen Vertrag und wir sehr zufrieden mit seiner Arbeit."

Der Funke-Mediengruppe berichtete der 96-Boss: "Horst Heldt hat mir gegenüber nur angedeutet, dass es Interesse vom 1. FC Köln gibt. Er hat mich nicht um eine Freigabe gebeten."

Kind ergänzte: "Diese Sache irritiert mich schon ein wenig, weil die Kölner in der Vergangenheit bereits versucht haben, Jörg Schmadtke von uns wegzulotsen."

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle meinte auf SPORT1-Nachfrage: "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen."

Express: Heldt hat sich schon in Köln vorgestellt

Laut Bild sollen für das Wochenende Gespräche anberaumt sein.

Nach Informationen des Kölner Express hat sich Heldt beim FC bereits der neunköpfigen Jury vorgestellt, die einen neuen Sportdirektor finden soll.

Schmadtke (53) hatte genau vor einem Monat am 23. Oktober überraschend beim Tabellenschlusslicht aufgegeben und dem Klub den Rücken gekehrt.

Köln will den ehemaligen FC-Profi Heldt, der nicht abgeneigt sein soll, angeblich in der Winterpause zurück an den Rhein holen.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte?

Der im rheinischen Königswinter geborenen Heldt hat seine Profikarriere bei den Geißböcken begonnen, für die er 130 Bundesligaspiele absolvierte. Beim VfB Stuttgart startete er anschließend 2006 seine Funktionärskarriere.

Bei den Schwaben arbeitete Heldt in der Folge mit Wehrle zusammen, der damals als Assistent des Vorstands agierte und heute Geschäftsführer der Kölner ist.