Köln verliert durch Witz-Elfmeter

Daniel Brosinski verwandelt den umstrittenen Elfmeter und erzielt entscheidenden Treffer für Mainz

Der 1. FC Köln steckt immer tiefer im Abstiegsstrudel - und hatte wieder einmal eine äußert umstrittene Schedsrichter-Entscheidung zu beklagen. Der sieglose Tabellenletzte der Bundesliga kassierte am 12. Spieltag beim FSV Mainz 05 eine 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05.

Den Siegtreffer erzielte der Ex-Kölner Daniel Brosinski durch einen mehr als fragwürdigen Fouelelfmeter (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte vor dem Strafstoß ein Foulspiel von Kölns Konstantin Rausch an Pablo de Blasis geahndet und ließ seine Entscheidung anschließend nochmals vom Videoassistent bestätigen.

"Klare Schwalbe und Gelbe Karte"

"Da gibt es keine zwei Meinungen. Er (De Blasis) steht zwischen uns beiden (Rausch und Frederik Sörensen) und springt ab. Das ist eine ganz klare Schwalbe und Gelbe Karte", ärgerte sich Rausch bei Sky. "Es ist unglaublich. Wir verlieren wieder 0:1, klar, dass wir vorne wieder kein Tor machen, ist wieder etwas Anderes", meinte Rausch.

"Es ist nicht klar zu sehen, aber es ist auf jeden Fall kein eindeutiger Elfmeter", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder in der Halbzeit. Sky-Schiedsrichter-Experte Dr. Markus Merk sprach von einer "glasklaren Fehlentscheidung."

Die 05er haben nun mit 15 Punkten etwas Abstand zu den Abstiegsrängen gewonnen. Die Kölner stecken mit Trainer Peter Stöger dagegen nach der zehnten Niederlage mit zwei Zählern fast aussichtslos am Tabellenende fest (Die Tabelle der Bundesliga).

In der vergangenen Saison hatte Köln nach der kompletten Saison nur neun Mal verloren (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga).

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Platzverweis gegen Donati ebenfalls umstritten

Die Elfmeter-Entscheidung von FIFA-Referee Brych war ebenso umstritten wie die Rote Karte gegen den Mainzer Giulio Donati (71.) nach einer vermeintlichen Tätlichkeit.

Donati war von Kölns Leonardo Bittencourt im Fallen im Gesicht getroffen worden. Als der Kölner sich um den Mainzer kümmern wollte, wehrte Donati mit einer Hand ab und Bittencourt fiel theatralisch.


Latza verpasst Mainzer Führung

Köln konzentrierte sich ohne den verletzten Innenverteidiger Dominique Heintz darauf, kompakt in der Defensive zu stehen und das in den vergangenen Tagen verstärkt trainierte Umschaltspiel umzusetzen. Die Mainzer waren vor 30.473 Zuschauern von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. 

Die erste gute Möglichkeit hatten dann auch die Gastgeber, doch Alexandru Maxim (14.) köpfte den Ball knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite sorgte Sehrou Guirassy (24.), der zusammen mit Rückkehrer Jhon Cordoba eine Doppelspitze bildete, für den ersten Kölner Abschluss. Die besseren Chancen hatten zunächst die Mainzer. Danny Latza (28.) verpasste aus kurzer Distanz per Kopf die Führung.

Köln vergibt Großchance

Kurz vor der Pause wurden die Kölner besser und schalteten erstmals erfolgreich um. Simon Zoller bediente Guirassy (36.), der den Ball nur knapp am linken Torwinkel vorbeischoss. Kurz darauf verpasste der für den angeschlagenen Zoller eingewechselte Leonardo Bittencourt (39.) aus spitzem Winkel die Kölner Führung.

In der besten Phase des FC ging Mainz durch den Elfmeter von Brosinksi in Führung. Der Rechtsverteidiger hatte von 2008 bis 2011 für Köln gespielt.

Bundesliga: Die Torjäger der Saison 2017/18

Nach dem Seitenwechsel bestimmte der Kampf die Partie. Die besseren Offensivaktionen hatten dabei die Mainzer. Nach einem Fehlpass von Lehmann kam Latza (51.) mit einem Fernschuss zur ersten Gelegenheit der zweiten Hälfte. Wenig später verpasste der kurz zuvor eingewechselte Suat Serdar (65.) mit einem Schlenzer knapp die Vorentscheidung.

Nach 69 Minuten meldeten sich die Kölner in einer zunehmend unruhiger werdenden Partie in der Offensive zurück. Der Schuss des eingewechselten Yuya Osako (69.) ging jedoch über das Tor. Wenig später sah Donati Rot. Die Kölner konnten die Überzahl in der Schlussphase jedoch nicht nutzen.