Köln-Trainer Steffen Baumgart outet sich bei "Inas Nacht" als Fan von anderem Klub

"Du hättest mich auf nichts loslassen können": Steffen Baumgart absolvierte zwar eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker, Fußball hatte aber schon bald Priorität. (Bild:  NDR / Morris Mac Matzen)
"Du hättest mich auf nichts loslassen können": Steffen Baumgart absolvierte zwar eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker, Fußball hatte aber schon bald Priorität. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)

In nur einem Jahr als Trainer der FC Köln erreichte Steffen Baumgart Kultstatus. Umso überraschender fällt nun das Geständnis des Coaches bei "Inas Nacht" aus, wo er verriet, welchem Verein er seit Kindesbeinen die Daumen drückt. Außerdem sprach er über seine bewegte berufliche Vergangenheit.

Am Freitag startet die neue Bundesliga-Saison - und für den 1. FC Köln auch das Abenteuer Europa. Trainer Steffen Baumgart führte die Elf vom Rhein in der vergangenen Spielzeit ins europäische Geschäft und avancierte zum Fanliebling schlechthin. Seine charakteristische Schirmmütze geriet im Fanshop des Traditionsvereins zum Verkaufsschlager. Nun verriet der Erfolgstrainer zu Gast bei "Inas Nacht" jedoch, dass er "seit Kindesbeinen" Fan eines anderen Klubs ist: vom Hamburger SV. Gastgeberin Ina Müller, selbst bekennender HSV-Fan, konnte sich da ein diebisches Lächeln nicht verkneifen.

Noch zu Beginn der Sendung hatte die Moderatorin ihren Missmut darüber geäußert, dass Baumgart trotz entsprechender Gerüchte vor einem Jahr nicht Trainer des Nordklubs geworden war. "Da kommt dieser Ältestenrat von 412 Leuten, die sich nachmittags im Rotary-Club irgendwo treffen und dann wird diskutiert. Kennt irgendjemand die Nachbarn?", erzürnte sich Müller über die bisweilen langsam mahlenden Mühlen hinter den HSV-Kulissen.

Fußballtrainer Steffen Baumgart griff bei "Inas Nacht" auch zum Mikrofon. (Bild:  NDR / Morris Mac Matzen)
Fußballtrainer Steffen Baumgart griff bei "Inas Nacht" auch zum Mikrofon. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)

Steffen Baumgarts berufliche Vergangenheit zwischen Automechaniker und Polizist

Egal ob Köln oder HSV, eines stand für Steffen Baumgart immer fest. "Es gab nur eine Sportart für mich, das war Fußball", blickte der 50-Jährige auf seine Kindheit zurück. Aufgewachsen in Rostock, erlebte das Ostkind eine "behütete Kindheit", ohne Telefon, aber mit viel Sport. "Du musstest wirklich nach Hause kommen, wenn Mutti gerufen hat", erinnerte sich Baumgart, der nach eigenem Bekunden ohne den Sport wohl "wild unterwegs gewesen" wäre. Wild beschreibt auch ein Spiel, in dem der gebürtige Rostocker einst angetrunken in der Oberliga auf dem Platz stand: "Da hab ich - übertrieben - stinkbesoffen gespielt."

Mit 16 Jahren absolvierte der heutige Bundesliga-Trainer eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker eher schlecht als recht. Trotz erreichtem Abschluss bilanzierte Baumgart in der Rückschau: "Zwei Jahre, nichts gekonnt danach und froh, dass ich was anderes gemacht habe dann." Weiter witzelte er: "Du hättest mich auf nichts loslassen können." Es sollte nicht der letzte Beruf sein, den Baumgart ausübte. Als Mitglied der Bahnpolizei auf dem Schweriner Bahnhof, habe er "geguckt, dass alle nett zueinander sind". Außerdem beaufsichtigte er im Auftrag der Volkspolizei einige DDR-Oberligaspiele. Später lernte Baumgart außerdem KFZ-Mechaniker ("Auch nicht gut.").

Als zweiter Gast des Abends stattete "Tatort-Star Jasna Fritzi Bauer (rechts) dem Hamburger "Schellfischposten" und Moderatorin Ina Müller einen Besuch ab. (Bild:  NDR / Morris Mac Matzen)
Als zweiter Gast des Abends stattete "Tatort-Star Jasna Fritzi Bauer (rechts) dem Hamburger "Schellfischposten" und Moderatorin Ina Müller einen Besuch ab. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)

Steffen Baumgart über Leroy Sanés Tattoo: "Das ist eine Jugendsünde, die hat er lange"

Abgesehen vom Rückblick auf seine berufliche Vergangenheit rang Ina Müller ihrem Gast offene Worte zum aktuellen Fußballgeschäft ab. Angesprochen auf seinen Stürmer Anthony Modeste, der nach einem Tor in der Bundesliga mit einer Kaffeepackung mit seinem Konterfei jubelte, entgegnete Baumgart, er dachte, Modeste habe "einen Schuss". Ohne Umschweife äußerte sich der Köln-Coach auch zum Tattoo von Bayern-Star Leroy Sané, dessen Rücken ein Bild von sich selbst beim Torjubel ziert. "Ich bin mir relativ sicher, dass er das schon bereut hat. Das ist eine Jugendsünde, die hat er lange."

Seinem Ruf als besonderen Typen im Bundesliga-Geschäft machte Steffen Baumgart schließlich noch mit einer Gesangseinlage alle Ehre. Gemeinsam mit Ina Müller bot er deren Song "Rauchen" dar und sang mit kratziger Stimme und entspannt schunkelnd das Lied. Müller war davon so angetan, dass sie den Trainer mit der charakteristischen Schirmmütze spontan einlud, "Rauchen" einmal gemeinsam auf einem Konzert zu singen. "Ich muss gucken, wo wir in der Saison stehen. Wenn wir oben stehen, dann ja", versprach Baumgart.

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