Köln: Säule am Aachener Weiher warnt vor Orkanen und Blitzen

Das neue Gerät schlägt vor Unwettern optisch und akustisch Alarm.

Bei Blitzeinschlägen sind Hügel ein besonders gefährlicher Ort. Auch deshalb hat die Kölner Firma „Coptr“ im Inneren Grüngürtel die Anhöhe zwischen Aachener Weiher und Bachemer Straße, den so genannten Aachener Berg, als Standort für ihr Gewitter-Warnsystem „Tube“ ausgewählt.

Am Dienstag hat der Probebetrieb begonnen. Die Anlage ist ein sechs Meter hoher Mast mit einem langen achteckigen Gehäuse, das bei drohendem Unwetter akustische und optische Warnsignale gibt. Die Energie kommt von einem darüber angebrachten Solarzellenfeld. Gekoppelt ist „Tube“ unter anderem an den Deutschen Wetterdienst (DWD) und das Blitzwarn-System von Siemens. Gibt der DWD für Köln eine Sturm- oder Orkanwarnung heraus, leuchten die LED-Dioden des Gehäuses rund 20 Minuten lang gelb, drohen Blitzschläge in der Umgebung, werden die Lämpchen rot – kurz davor ist eine Alarm-Durchsage zu hören. Zusätzlich warnt eine weithin sichtbare Laufschriftanzeige vor der Gefahr.

Durchsage soll vor herabfallenden Ästen warnen

Zusammen mit der Stadt, die an dem Projekt beteiligt ist, ist außerdem geplant, nach Stürmen amtliche Warnungen vor dem Risiko abbrechender Äste durchzugeben. Bis 2020 soll der Mast, der zugleich WLAN-Hotspot ist, am Aachener Weiher stehen bleiben. In dieser Zeit solle untersucht werden, wie die „breite Bevölkerung“ mit dem System, das es bisher noch nicht im öffentlichen Raum gegeben habe, umgehe und ob es Akzeptanz finde, sagt Coptr-Geschäftsführer Philipp Kominek. Auf den Testlauf soll die Vermarktung folgen.

Vorher hat die Firma Coptr, die ihren Sitz im Belgischen Viertel hat, das vollautomatische System zum Beispiel auf Golfplätzen und in Sportanlagen eingesetzt, wo es allein vor Blitzeinschlägen warnt. In Köln ist die Warnung nun auf Unwetter ausgedehnt. Für Kominek steht der Bedarf außer Frage: Wegen des Klimawandels mit immer neuen Temperaturrekorden würden sich Gewitter und Blitzeinschläge häufen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta