Köln-Rodenkirchen: Maßnahmen gegen Feierlustige am Rheinufer greifen nicht

Die CDU denkt über ein Alkohol- und Shisha-Verbot nach.

Seit einigen Wochen liegen dicke Baumstämme auf der Wiese am Rodenkirchener Rheinufer – sie sind als Bänke gedacht, und sie sollen vor allem die feierfreudigen Mauersitzer von der Uferstraße hinunter zur großen Wiese locken. Aber das ist bis jetzt offenbar noch nicht richtig gelungen.

Keine Verbesserung

„Es hat sich nichts verbessert“, klagt eine langjährige Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte aus Angst vor möglichen Bedrohungen durch die ungeliebten „Partygäste“.

Auf den Baumstämmen würden tagsüber schon mal Rentner und Familien sitzen, und tatsächlich würden sich auch abends junge Leute dort niederlassen, erzählt sie.Das habe jedoch zur Folge, dass sich „Partygäste“, die unten auf den Stämmen säßen, mit anderen oben auf der Mauer unterhalten würden und umgekehrt – mit entsprechender Lautstärke.

Auch der Bezirksbürgermeister Mike Homann ist noch nicht zufrieden mit der Position der Holzstämme. Sie würden demnächst noch weiter nach unten, also Richtung Rhein, versetzt. Die Idee zu diesen alternativen Sitzgelegenheiten entstand bei einem großen Runden Tisch, der Ende April stattgefunden hat. Vertreter von Bezirkspolitik, Ordnungs- und Jugendamt, Polizei sowie Bürger nahmen daran teil, der Bezirksbürgermeister hatte dazu eingeladen.

Kontrollen allein reichen nicht

Alle Beteiligten waren sich nach der nicht-öffentlichen Arbeitsrunde einig, dass es als Ersthilfe zwar verstärkte Kontrollen durch die Polizei und Ordnungsamt geben solle – was auch so durchgeführt wird. Das allein löse das Problem aber nicht, hieß es. Stattdessen sollten Anreize geschaffen werden, um die lärmenden und Abfall hinterlassenden „Ballermänner“ von der niedrigen Hochwasserschutzmauer an der Straße hinunter in die Wiese und an den Strand zu holen. Die Holzsitze waren ein erster Schritt in diese Richtung.

Umso mehr ärgert sich Mike Homann über das aktuelle Vorpreschen der Bezirks-CDU. Sie hat bei der Verwaltung schriftlich nachgefragt, ob möglicherweise Ge- und Verbotsschilder für sozialverträgliches Verhalten aufgestellt werden könnten – mit entsprechenden Konsequenzen, wie etwa am Rheinboulevard. Und sie will auch wissen, ob Alkohol- und Glasverbot eingeführt und auch das Rauchen zum Beispiel von Shishas untersagt werden könne. „Ich verstehe die CDU nicht“, sagt Mike Homann auf Nachfrage.

Es habe doch zu dem Thema extra die große Arbeitsrunde gegeben, bei der alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation besprochen worden seien. Auch solche Verbote seien diskutiert, aber wieder verworfen worden; denn rein rechtlich seien sie wohl nicht durchführbar.

„Die Rheintreppe in Deutz ist ein abgeschlossenes Gebiet im Gegensatz zur Uferstraße in Rodenkirchen“, sagt der Jurist. Abgesehen davon halte er nach wie vor nichts von einer reinen Verbotskultur. In der Bezirksvertretung stand die CDU-Anfrage auf der Tagesordnung. Sie wurde jedoch nicht thematisiert, sondern ohne Kommentar zur weiteren Bearbeitung an die Verwaltung verwiesen. Eine Antwort wird es frühestens nach der Sommerpause in der Septembersitzung...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta