Köln-Insider verrät, Stöger bleibt auch nach Schalke Trainer

Köln-Insider verrät, Stöger bleibt auch nach Schalke-Spiel Trainer

Der WDR-Experte und FC-Insider Jochen Hilgers spricht im Interview mit LAOLA1 über Peter Stögers Zukunft beim 1. FC Köln, sein Standing im Verein und wie es mit dem Klub und Trainer weitergeht.

Nach vier äußerst erfolgreichen Jahren unter der Leitung von Stöger verzeichnet Köln in dieser Saison die schlechteste Bundesliga-Bilanz aller Zeiten. Trotzdem hält sich der österreichische Trainer noch immer im Amt. Hilgers nennt drei Gründe dafür:

"Zum ersten sind die Vereinsführung und die Fans total dankbar für die vergangenen vier Jahre, in der Erfolge gefeiert wurden, die es lange nicht gegeben hat in Köln. Außerdem ist er auch ein sehr integrer Typ und bei den Kölnern unglaublich beliebt. Das macht es schwer sich von so einem Mann zu trennen", so Hilgers. "Die zweite Seite ist der Weggang von Jörg Schmadtke. Der Trainer und der sportliche Geschäftsführer haben den engsten Draht zu den Spielen und wissen, wer mit wem kann. Holt man jetzt einen neuen Trainer, hat der niemanden bei dem er sich genau über die Spieler erkundigen kann.


"Drittens ist der Verein von seiner Führung her sehr demokratisch aufgestellt und es gibt unterschiedliche Meinungen", erklärt WDR-Experte weiter. "Das macht auch die Suche nach einem Geschäftsführer schwierig, wenn sich ein neunköpfiges Gremium einig werden muss, weil du immer jemanden dabei hast, dem es nicht so passt. Anders als bei Bayern, wo (Uli) Hoeneß sagt: 'Pass auf Karl-Heinz (Anm. Rummenigge), so machen wir das und du verteidigst das nach außen.'"

Das spricht für Stöger

Des Weiteren sieht der FC-Insider das Duell mit Schalke am Samstag (ab 18:30 Uhr im LIVETICKER) nicht als Schicksalsspiel, vielmehr prognostiziert er einen Verbleib von Stöger darüber hinaus:

"Da wird man möglicherweise untergehen, wobei der FC auf Schalke oft seine besten Spiele gezeigt hat. Aber selbst bei der erwartbaren Niederlage, wäre es Unsinn Stöger abzuberufen. Am Mittwoch darauf reist der komplette Verein nach Belgrad, das kriegst du alleine aus Zeitgründen gar nicht auf die Reihe. Dann wird es vor allem wichtig sein gegen Freiburg zu punkten, dagegen ist Belgrad fast egal. Es heißt zwar offiziell nach Schalke muss gehandelt werden, aber ich halte das für eine sehr unsichere Variante."

Sollte Köln aber doch nicht weiter an Stöger festhalten, weiß der FC-Experte, wer als Feuerwehrmann einspringen kann: "Labbadia halte ich da für den heißesten Kandidaten. Wenn du einen brauchst, der kurzfristig was erreichen kann, könnte er passen, er gilt ja als Feuerwehrmann."