Köln: Gaffer filmt Unfall mit – er äußert sich mit dreister Erklärung

Marika Bruschek
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in Köln ist ein Auto mit einer Straßenbahn zusammengestoßen
  • Ein Gaffer filmte die Unfallstelle

Am Dienstag hat ein PKW-Fahrer auf einer Straße im Ortsteil Braunsfeld gewendet und ist dabei von einer Straßenbahn erfasst worden.

Der Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Gaffer filmte den Unfall

Ein Anwohner betrat unbefugt den abgesperrten Bereich und filmte den Unfall. Aufmerksam wurden die Polizeibeamten auf den Mann, weil die Beamten dessen beleuchtetes Display sahen. 

► Der 50-Jährige bekam daraufhin eine Anzeige wegen “Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen”.

Mehr zu diesem Thema: Sterbenden Motorradfahrer gefilmt - Gaffer bekommt nur eine Geldstrafe

Als eine Polizeibeamtin ihn auf den Vorfall ansprach, hatte der Mann eine dreiste Ausrede. Sinngemäß soll er behauptet haben: “Ich will das Video für meinen Sohn machen. Ich will ihm zeigen, was in Köln alles los ist”, berichtete der Gaffer dem deutschen Online-Portal “Express”.

Der Mann löschte das Video

Die Polizistin klärte den 50-Jährigen außerdem über die Rechte des Schwerverletzten auf. Der Mann löschte erst daraufhin das Video. 

Die Anzeige bleibt dennoch bestehen. 

Durch eine neue Regelung im Strafgesetzbuch, Paragraf 201a, drohen dem Gaffer eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Nicht erst das Verbreiten, sondern schon die Anfertigung solcher Aufnahmen ist strafbar.

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