Mordkommission: Schlafstätte eines Obdachlosen brannte – Gesuchter meldet sich

Der Unfall ereignete sich gegen 5.20 Uhr am Donnerstagmorgen.

Die Schlafstätte eines Obdachlosen in Ehrenfeld ist am späten Sonntagabend  aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Weil der schlafende 47-Jährige das Feuer frühzeitig bemerkte, konnte er sich unverletzt aus seinem Lager retten. Polizei und Staatsanwaltschaft schließen ein versuchtes Tötungsdelikt nicht aus.

Ein 45-jähriger Zeuge bemerkte den Brand gegen 23.40 Uhr unter einem der Gewölbebögen der Bahnanlage in der Stammstraße und alarmierte sofort Polizei und Feuerwehr. Nur wenige Minuten später trafen die Einsatzkräfte vor Ort ein. Der Obdachlose kletterte fast zeitgleich über eine rund zwei Meter hohe Holzwand des Gewölbebogens ins Freie. Er blieb unverletzt. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der Mann am Nachmittag in einen Streit mit einem weiteren Obdachlosen geraten war. Dieser wurde zunächst mit einer detaillierten Personenbeschreibung von der Polizei gesucht. Am Montagabend  gegen 18.45 Uhr meldete sich ein 41 Jahre alter Mann auf der Polizeiwache Ehrenfeld und  gab  sich  als der Gesuchte  zu erkennen.

Verdächtiger wurde vernommen

Der Mann wurde  von den Ermittlern einer Mordkommission vernommen, die die Polizei eingesetzt hatte, um die genauen Hintergründe sowie den Tathergang und vor allem die Brandursache aufzuklären. Weitere Angaben wollte die Polizei auch am späten Abend nicht mehr machen. Zuvor war der Brandort unter anderem mit einem Spürhund abgesucht worden, der auf Brandbeschleuniger reagiert.

Erst im November vergangenen Jahres war bei  einem ähnlichen Vorfall an der Hohenzollernbrücke ein Obdachloser gestorben. Die beiden Täter, denen Brandstiftung nachgewiesen werden konnte, wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Zeugen, die vor dem Brand Personen im Bereich der Gewölbebögen gesehen, sollen sich  melden.

Hinweise zum Sachverhalt nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 0221/229-0 entgegen oder per E-Mail an

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