Kärcher kritisiert Aussage von Pariser Präsidentschaftskandidatin

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WINNENDEN/PARIS (dpa-AFX) - Der schwäbische Reinigungs- und Gartengerätehersteller Kärcher hat Äußerungen der französischen Präsidentschaftskandidatin Valérie Pécresse als "unpassend" kritisiert. Die konservative Pariser Politikerin hatte zu Jahresbeginn im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung und Problemvierteln gesagt, "der Kärcher" müsse wieder herausgeholt werden. Stadtviertel müssten gereinigt werden, hatte die Rivalin des Staatschefs Emmanuel Macron gefordert und damit an eine Bemerkung des früheren konservativen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy (2007 bis 2012) angeknüpft.

Wie Kärcher am Mittwoch auf Anfrage in Winnenden mitteilte, sollten Politiker und Medien in Frankreich das Verwenden des Markennamens unverzüglich stoppen. In einer Mitteilung der französischen Filiale hieß es auf Französisch, die Kärcher-Gruppe kämpfe bereits seit Jahren dafür, dass der Name nicht in der französischen Politik genutzt werde.

Die Marke Kärcher sei nicht die "Standarte" irgendeiner Partei, sondern Eigentum der Kärcher-Gesellschaften, hieß es weiter. Es würden Verbindungen zu Gewalt und Unsicherheit hergestellt, während der Hersteller Werten verpflichtet und Mäzen in der Kultur sei. So habe er in Partnerschaft mit dem französischen Kulturministerium damit begonnen, den Obelisken auf der Pariser Place de la Concorde zu reinigen.

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