Kältewelle über Europa fordert Todesopfer

Eine Kältewelle über Europa hat mehrere Tote gefordert. In Polen sind zwei Menschen an Unterkühlung gestorben. Damit es nicht zu weiteren Todesfällen kommt, haben die Behörden dazu aufgerufen, besonders auf Menschen zu achten, die auf der Straße schlafen.

Auf unter minus 20 Grad Celsius sind die Temperaturen mancherorts gefallen. In Rumänien gibt es eine offizielle Warnung vor Schneestürmen für die kommenden Tage. Extrem kalt ist es auch in Deutschland und Österreich, aber auch in Südeuropa.

So ist ganz Italien ist von der Kältewelle betroffen. Der Apennin ist tief verschneit, aber auch im Tiefland gibt es Schnee, sogar Strände sind zeitweise verschneit, dort halten die mildere Meeresluft und das salzige Wasser normalerweise den Schnee fern.

Das Tief, das für die Minustemperaturen verantwortlich ist, kommt aus Sibirien, und noch etwas kommt aus Russland: Erdgas, das in Europa zum Heizen verwendet wird. Die andauernde Kälte hat dem russischen Gaskonzern Gazprom einen Exportrekord eingebracht. Dem Konzern zufolge ist schon den vierten Tag in Folge eine Höchstmarke erreicht worden. Der Spotpreis für Gas kletterte um rund die Hälfte seit Monatsbeginn.

Auch die kommenden Tage gibt es keine Entwarnung: Es bleibt bitterkalt, mindestens noch bis Anfang März.