Juuling: Deshalb ist der neue Gadget-Trend so gefährlich

Medien sprechen in den USA von einer Juuling-Epidemie. (Symbolbild: Getty Images)

Unter jungen Leuten in den USA macht sich ein Trend breit, vor dem viele warnen: Juul heißen die E-Zigaretten in USB-Stick-Form, die sich am Laptop aufladen lassen und so wenig Dampf verströmen, dass man sie fast überall unbemerkt qualmen kann.

Mit Geschmacksrichtungen wie Crème brûlée, Mango oder Fruchtmix ist klar, an wen sich das neue Trend-Gadget in den USA vor allem richtet: Kinder und Jugendliche konsumieren laut diversen Medien wie der „USA Today“ immer öfter Juul. Eine Art E-Zigarette, die einem USB-Stick gleicht, sich in einer Faust verstecken lässt und von der eine Ladung so viel Nikotin enthält wie eine ganze Zigarettenschachtel.

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Genauer gesagt 50 Gramm Nikotinsalze sind es, die den Nikotinspiegel im Blut ähnlich schnell in die Höhe treiben wie konventionelle Zigaretten. An amerikanischen High Schools und Colleges sei Juuling derart gebräuchlich, dass neben dem Senator Chuck Schumer aus New York auch viele Lehranstalten Alarm schlagen. Denn trotz der großen Beliebtheit unter Schülern und Studenten hätten viele Eltern und andere Erwachsene noch nie etwas von den angesagten Juuls gehört, heißt es.

Die New Yorker Uni-Zeitung schreibt, die Studenten würden die Verdampfer sogar in den Schlafräumen auf dem Campus nutzen, weil die Dampfwolke winzig und auch geruchsmäßig sehr dezent sei. Schulpersonal berichtet von Schülern, die aus denselben Gründen heimlich etwa in Caféterien rauchen. Immer wieder ist von einer wahren „Epidemie“ die Rede. Und natürlich gibt es genügend vernebelte junge Gehirne, die auf die Idee kommen, die Juuls zum Beispiel auch mit Marihuana zu versetzen.

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Laut einem Bericht von „CNBC“ ist die Nachfrage so groß, dass die Firma Pax Labs aus San Francisco gar nicht mehr mit der Produktion hinterherkommt. In Deutschland werden die Juuls nicht vertrieben.