Juso-Chef Kevin Kühnert zeigt der CDU den Stinkefinger

Juso-Chef Kevin Kühnert sorgt mit einem Interview für Aufsehen. (Bild: AP Photo/Michael Probst)

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sendete der Chef der Jusos Kevin Kühnert einen nicht ganz freundlichen Gruß in Richtung CDU-Führungsetage.

In der Foto-Interviewreihe „Sagen sie jetzt nichts“ müssen Prominente Fragen mit Mimik und Gestik beantworten – so auch Kühnert, dessen Interview im aktuellen „SZ-Magazin“ abgedruckt sein wird. Einen Vorgeschmack darauf gab der Journalist Michael Ebert – und veröffentlichte eine Frage samt provokanter Antwort auf Twitter.

„In CDU-Führungsrunden nennt man sie offenbar ,den niedlichen Kevin’. Einverstanden?“, wird Kühnert von der „SZ“ gefragt. Dafür hat der 28-Jährige eine deutliche Antwort parat: Er streckt den Mittelfinger aus.

Auch Kühnert teilte das Posting auf seiner Twitter-Seite und kommentierte: „Ich rede zu viel über die @spdde? Freitag gibt’s bei „Sagen Sie jetzt nichts“ im @szmagazin u.a. einen Gruß an die @CDU.“


Er ist nicht der erste SPD-Politiker, der dem politischen Konkurrenten diese Geste in der „SZ“ entgegenstreckt. 2013 hielt der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück den Stinkefinger prominent in die Kamera – sogar auf der Titelseite. Das stieß damals auf wenig Gegenliebe – CDU-Bundestagsmitglied Jens Spahn bezeichnete Steinbrücks Geste als „peinlich“, auch von anderer Seite wurde Steinbrücks Gestus kritisiert.

Auch Kühnerts Aktion wird auf Twitter nicht nur positiv aufgenommen. „Echt jetzt, das ist Ihr Niveau?“, fragt ein User. Andere halten die Geste für „unklug, unnötig, unzeitmäßig“ oder „Kinderkram“.




„Bewegen Sie sich nicht auf AfD-Niveau herab“, rät eine Person.


Ein anderer User erkennt hier die Reminiszenz an Peer Steinbrücks „SZ“-Cover:


Eines hat Kühnert jedenfalls mal wieder geschafft: Schon bevor das Interview tatsächlich erschienen ist, polarisiert er.