Jupp Heynckes: "Nicht das Leben, das man sich wünscht"

Der Trainer von Bayern München gab sich ungewohnt nachdenklich. Er äußerte sich zur Einsamkeit des Hotel-Lebens und sprach über den Tod.

Jupp Heynckes hat einmal mehr bekräftigt, dass er dem FC Bayern nur bis zum Saisonende als Trainer zur Verfügung steht. Außerdem äußerte sich der 72-Jährige zu FCB-Präsident Uli Hoeneß.

"Ich mache es bis zum 30. Juni", sagte Heynckes der Süddeutschen Zeitung: "Ich bin zwar fit, es macht mir Spaß. Nur: Man weiß nie, wie viel Zeit man noch hat, sein Leben zu genießen."

Seine Lebenserwartung sei "nicht mehr so üppig", betonte der Mönchengladbacher: "Ich sehe auch, wie viele Weggefährten in meinem Alter schon gegangen sind."

"Wenn ich nach Hause komme, ist da niemand"

Heynckes erklärte außerdem, dass ihm das Leben in München im Hotel schon jetzt nicht wirklich gut gefällt. Er bevorzugt es, seine Zeit auf seinem Bauernhof am Niederrhein zu verbringen.

"Wenn ich spät nach Hause komme, ist da niemand", sagte er: "Für eine gewisse Zeit geht das, aber das ist nicht das Leben, das man sich wünscht."

Zuletzt hatte Hoeneß damit geliebäugelt, Heynckes auch in der nächsten Saison als Coach bei den Bayern haben zu können. "Ich bin Ulrich nicht böse. Er ist eben ein emotionaler Mensch“, erklärte Heynckes dazu.