Junge Union fordert zusätzliche Steuerentlastungen für CDU-Wahlprogramm

Vor der Verabschiedung eines Wahlprogramms der Union fordert die Jugendorganisation zusätzliche Steuerentlastungen. Der steuerliche Freibetrag von Kindern müsse auf das Niveau der Erwachsenen angehoben werden, hieß es

Vor der Verabschiedung eines Wahlprogramms der Union fordert die Jugendorganisation zusätzliche Steuerentlastungen. Der steuerliche Freibetrag von Kindern müsse auf das Niveau der Erwachsenen angehoben werden, sagte der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak (CDU), der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag. Auch das Kindergeld soll demnach erhöht werden, um Gutverdiener nicht zu bevorzugen. Zudem will die Junge Union einen schnellen Ausbau des mobilen Internets.

Ziemiak sagte der "Süddeutschen", die von der JU geforderte Steuersenkung durch die Erhöhung des Kinderfreibetrags sowie des Kindergelds würde acht Milliarden Euro kosten. Diese Summe müsse es zusätzlich zu der bereits von der CDU avisierten Steuerentlastung von 15 Milliarden Euro geben.

Das Wahlprogramm der Union müsse auch "ein Angebot sein an Jugendliche, junge Erwachsene, junge Familien", sagte Ziemiak. Dazu seien steuerliche Entlastungen sowie Verbesserungen bei der Digitalisierung und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt nötig. So solle das Gesetz zum Doppelpass korrigiert werden. Die JU verlange ein "klares Bekenntnis zu einem Staat", sagte der bayerische JU-Chef Hans Reichhart (CSU) der Zeitung.

Das CDU-Präsidium berät am Sonntag in Berlin über das Wahlprogramm, am Montag verhandelt der Vorstand über den Programmentwurf. Am kommenden Wochenende wollen die Spitzen von CDU und CSU dann zusammen tagen. Das gemeinsame Programm der Schwesterparteien soll am 3. Juli in Berlin von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer präsentiert werden.