Junge Profis: Medizin-Student Jacob Spinnen erforscht Tropenkrankheit

Der angehende Mediziner Spinnen arbeitet im Projekt diagnost-x mit. 50 Studenten gehören dazu. Sie wollen einen Schnelltest entwickeln.

Berlin.  Disziplin, Begeisterung und Empathie – wem diese Eigenschaften fehlen, wird ein Studium der Humanmedizin kaum schaffen, glaubt Jacob Spinnen. Denn von Beginn an ist das Arbeitspensum sehr hoch. "Während des Semesters lerne ich täglich zusätzlich zu meiner Arbeit an der Uni bis zu vier Stunden", erzählt der angehende Mediziner. "In Prüfungsphasen sind auch zehn bis zwölf Stunden Extraarbeit nichts Ungewöhnliches." Ohne Begeisterung für das Thema sei das Studium sehr beschwerlich.

Jacob Spinnen zog von Münster nach Berlin, um an der Charité Medizin zu studieren. Inzwischen ist er in seinem dritten Studienjahr. Um an der Charité angenommen zu werden, muss man nicht nur sehr gute Noten vorweisen, sondern auch einen Test, den sogenannten HAM-Nat, bestehen (Hamburger Naturwissenschaftstest). "Ich habe mich schon immer sehr für Naturwissenschaften interessiert", sagt der 23-Jährige. Für den Test hat er aber natürlich trotzdem gelernt. "Ganz ohne Vorbereitung schafft man es nicht."

Helfer in einer bolivianischen Klinik

Der Wunsch, Medizin zu studieren, kam bei dem Wahlberliner nicht über Nacht. Vor allem die Erfahrungen während seines Jugendfreiwilligendienstes nach dem Abitur waren entscheidend. Jacob Spinnen spricht Spanisch – er war als Austauschschüler in Argentinien und für ein Praktikum in Barcelona.

Daher lag die Entscheidung nahe, den Jugendfreiwilligendienst in einem spanischsprachigen Land zu absolvieren. Er entschied sich für Bolivien. Ein Jahr lang arbeitet er dort fürs Rote ...

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