Junge Profis: "Ein guter Fotograf muss locker und unkompliziert sein"

Fotografin Jenny Pätzolt hat sich darauf spezialisiert, Brautpaare an ihrem Hochzeitstag zu begleiten – bis in die Partynacht hinein.

Schon als Jugendliche hat sich Jenny Pätzolt sehr für Kunst und Fotografie interessiert. "An der Fotografie hat mir schon immer gefallen, dass man Augenblicke schnell damit einfangen kann", sagt die 36-Jährige. "Ein Bild zu malen, dauert einfach länger." Trotz des frühen Interesses kam Pätzolt aber erst über Umwege zu ihrem Beruf Fotografin.

Nach der Schule machte sie zunächst eine Ausbildung zur Raumausstatterin und arbeitete anschließend ein Jahr lang in dem Beruf. Ein Auslandsaufenthalt in Brasilien brachte sie wieder auf die Fotografie. "Ich habe in dem halben Jahr sehr viele Fotos gemacht und gemerkt, dass ich das gut kann und wieviel Freude es mir bereitet", erzählt Pätzolt.

Wieder in Berlin machte sie Nägel mit Köpfen, wie sie erzählt, und bewarb sich bei dem Fotostudio Die Hoffotografen. Sie wurde genommen. "Dort habe ich dann den Beruf von der Pike auf gelernt, gepaart mit einer schulischen Ausbildung an einer Berufsschule", berichtet sie.

Sie mag die positive Stimmung bei Hochzeiten

Jenny Pätzolt hat anschließend über Jahre breit gefächert, unter anderem auch in ihrem Ausbildungsbetrieb, als Fotografin gearbeitet. Vor vier Jahren machte sie sich als Hochzeitsfotografin selbstständig. Warum sie sich gerade auf Brautpaare konzentriert, erklärt sie so: "Das liegt an der besonderen positiven Stimmung des Hochzeitstags."

Mit dem Erotikfilm „Wilde Orchidee“ wurde sie bekannt und als erfolgreiches Model lief sie in den 90er-Jahren über die Catwalks der Welt: Carré Otis. Star-Fotograf Peter Lindbergh setzte sie in schwarz-weiß in Szene. Die Ausstellung „leben 24/7 – 100 Jahre Nikon“ präsentiert vom 22. September bis 5. November eine Auswahl an Nikon-Fotografien aus den letzten Jahrzehnten und zeigt, wie eine Kamera dabei selbst zur Legende wurde. © Peter Lindbergh Diese ikonografische Fotografie des legendären Palästinenserführers Jassir Arafat ist ebenfalls mit der Nikon des deutschen Fotografen Harald Schmitt entstanden. Er ist bekannt für die Fotografien, mit denen er während der Wende 1989 in der DDR und den Ostblockstaaten historische Dokumente schuf. Von 1977 bis 2011 arbeitete er für den Stern, für den er in den ersten Jahren akkreditierter Reporter in Ost-Berlin war. Bis heute umfasst seine Arbeit Fotoreportagen aus mehr 30 Jahren und 130 Ländern, von denen viele mit bedeutenden internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. © Harald Schmitt Bereits seit den 1960er Jahren nutzt die Nasa Nikon-Kameras und -Objektive zu Dokumentationszwecken auf der Erde wie im Weltraum. Mehr als 700.000 Fotos wurden in diesem Zeitraum bereits aufgenommen. Diese Aufnahme zeigt die Raumfähre Columbia während der STS-9 Mission im Jahr 1983. © Foto: Nasa Auch der unerschütterliche „Tank Man“ des US-amerikanischen Fotografen Charlie Cole. Das Foto zeigt einen unbekannten Mann, der sich am 5. Juni 1989 während des Massakers am Tian’anmen-Platz in Peking mit Einkaufstüten in der Hand vor einen Konvoi Panzer stellte, um ihn am Vorankommen zu hindern. Mehrere Fotografen und Kamerateams hielten die Szene fest. Charlie Coles Foto wurde 1990 mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. © Charlie Cole Eine Ikone der Fotografie: Der US-amerikanische Fotograf und Fotojournalist Steve McCurry fotografierte das afghanische Mädchens mit den intensiv grünen Augen 1984 im Flüchtlingslager Nasir Bagh. Das Bild wurde weltweit abgedruckt. Im Jahr 2002 wurde die Identität des Mädchens ermittelt und der Magnum-Fotograf fotografierte sie in im Rahmen einer Expedition der „National Geographic“ ein zweites Mal. © Steve McCurry / Magnum Photos Das Foto, mit dem Jodi Bieber die Welt schockierte und mit dem sie 2010 den World Press Photo Award gewann, zeigt die 18-jährige Afghanin Bibi Aisha. Ihr Ehemann schnitt ihr Ohren und Nase ab, nachdem sie wegen seiner Gewaltexzesse zurück zu ihrer Familie geflohen war. Ein Taliban-Gericht ordnete die Bestrafung an. Das Foto wurde auf die Titelseite des Time-Magazine gedruckt und wird oft mit dem legendären „Afghan Girl“ von Steve McCurry verglichen. © Jodi Bieber Die „Zwei Alligatoren“ aus dem Jahr 2012 stammen von dem Berliner Fotojournalisten-Ehepaar Heidi & Hans-Jürgen Koch. Die gelernte Sozialarbeiterin und den auf Verhaltensforschung spezialisierten Biologen kennt man vor allem für ihre Tier- und Makrofotografien. © Heide und Hans-Jürgen Koch Von der US-amerikanischen Fotojournalistin und Dokumentarfilmerin Ami Vitale stammt die aus dem Jahr 2015 entstandene Serie über ein Panda-Schutz-Programm in China, die sie für die „National Geographic“ anfertigte. © Ami Vitale / Ami Vitale Die schwarz-weiß-Aufnahme „Danny Kwan, Ed Ruscha & Bryan Heath – street shoot 8-8-75 – 3“ zeigt den US-amerikanischen Fotografen, Maler und Grafiker Ed Ruscha hinter seiner Nikon F, die auf einem Pick-up installiert wurde, um den Sunset Strip in Los Angeles zu dokumentieren. Für das Buch „Every Building on the Sunset Strip“ (1966) gab er, für die künstlerische Fotografie bis dahin vollkommen unüblich, den Akt des Fotografierens an eine automatische Kamera ab, um nicht die künstlerische Qualität der Bilder selbst, sondern den seriellen Charakter des Buches zu betonen. © courtesy Ed Ruscha Studio “Nikon auf Tablett“ aus dem Jahr 1989 – aufgenommen vom deutschen Fotografen Volker Hinz. © Volker Hinz Dieses Foto ist Teil der Serie „“IGG“ aus dem Jahr 2015. Der in Berlin lebende Fotograf Michael Wesely porträtierte alle Schüler einer jeweiligen Klasse des Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums. Die Einzelbilder legte er passgenau übereinander, so dass nicht mehr das Individuum im Vordergrund steht, sondern das Porträt einer gesamten Klasse entstand. © Michael Wesely Durch die Linse des Kriegsfotografen Moises Saman entstand 2011 diese Szene in Libyen eines Gaddafis-Anhängers. © Moises Saman / Magnum Photos Der Schweizer Tennis-Star Roger Federer in Aktion während des Achtelfinales bei den French Open am 31. Mai 2011. © Joel Marklund „Mädchen auf dem Bett“, aus der Serie „Sommerherz“ der deutschen Fotografin Thekla Ehling ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema Kindheit. © Thekla Ehling Die Arbeit „Chance Meeting“ aus dem Jahre 1970 des US-amerikanischen Fotografen Duane Michals ist ebenfalls in der Ausstellung „leben 24/7 – 100 Jahre Nikon“ zu sehen. Duane Michals Der französische Magnum-Fotograf Jérôme Sessini sorgte 2014 für Diskussion, als er den Unglücksort des Absturzes der Malaysischen Passagiermaschine MH17 in der Ukraine fotografierte. Im Jahr darauf erhielt er für diese Bildstrecke den World Press Photo Award. © Jerome Sessini / Magnum Photos

Pätzolt begleitet ihre Kunden über den ganzen Tag. "Von der morgendlichen Auf...

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