Junge Profis: Animationsfilmer Xaver Xylophon dreht den ersten Spielfilm

Xaver Xylophon, Absolvent der Weißensee Kunsthochschule, hat als Zeichner begonnen. Heute versteht er sich als Geschichtenerzähler.

Berlin.  Hier denkt sich Xaver Xylophon seine Geschichten aus: Der freischaffende Zeichner und Filmemacher arbeitet hoch oben, im lichtdurchfluteten Eckzimmer im fünften Stock eines unsanierten Altbaus nahe der Warschauer Brücke.

Die inspirierende Aussicht des Ateliers teilt er sich mit drei anderen Kreativen. Soeben hat Xylophon – natürlich ein Künstlername – die Vorbereitungen für seinen ersten, abendfüllenden Spielfilm beendet. Der 31-Jährige hat dunkle Schatten unter den Augen. Er wirkt ein bisschen erschöpft, aber auch froh.

Das Drehbuch hat er gemeinsam mit einer befreundeten Autorin verfasst. Eine Produktionsfirma ist in das Projekt involviert, Profi-Schauspieler wirken mit, es gibt ein großes Team für Bild und Ton. Ein Riesenapparat. Das ist neu für den 31-jährigen Regisseur. Der Absolvent der Weißensee Kunsthochschule ist eigentlich Bildermaler und Zeichner.

Animationsfilm als Abschlussarbeit

Zeichnungen sind denn auch die Basis für den Animationsfilm "Roadtrip" gewesen, der seine Abschlussarbeit an der Kunsthochschule war. Roadtrip erzählt leise und humorvoll in gemalten, bewegten Bildern die Geschichte eines jungen Mannes, der verreisen will, um seiner Schlaflosigkeit zu entkommen.

Aber mit dem Verreisen will es nicht klappen, weil immer wieder etwas dazwischen kommt. "Es braucht nicht viel für eine Geschichte", sagt Xaver Xylophon, "Hauptsache, man erzählt sie authentisch."

Roadtrip hat eine autobiografische Grundlage. Auch sein Autor litt unter Schlaflosigkeit. Und er meinte, e...

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