Junge Frau feiert Ende ihrer Chemo in Las Vegas, dann fielen die Schüsse …

Junge Frau feiert Ende ihrer Chemo in Las Vegas, dann fielen die Schüsse…

Eigentlich sollte es ein schöner Tag werden. Mutter Kelley Pettit Huff wollte in Las Vegas beim "Route 91 Harvest Festival" mit ihrer Tochter deren überstandene Chemo feiern. Doch es kam anders als geplant. Ihre Geschichte erzählt die US-Amerikanerin in einem emotionalen Facebook-Post.

Es war Sonntag, als es passierte: Die Besucher des "Route 91 Harvest Festival" in Las Vegas wollten nur feiern und Spaß haben. Doch während des Country-Konzerts von Jason Aldean standen sie plötzlich im Fadenkreuz eines Attentäters, der schwer bewaffnet aus dem 32. Stock des "Mandalay Bay"-Hotels auf sie feuerte. 59 Menschen kamen ums Leben. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

Mitten unter den Besuchern befanden sich auch Kelley Pettit Huff und ihre Tochter Cassidy. Die beiden hatten ein schweres Jahr hinter sich. Cassidy ist an Krebs erkrankt. Sie leidet an einem sogenannten Ewing-Sarkom, einem bösartigen Tumor, der Knochen befällt.

Das "Route 91 Harvest Festival" in Las Vegas sollte eine willkommene Abwechslung für Cassidy sein. Auch das Ende ihrer Chemotherapie sollte damit gefeiert werden. Auf Facebook erklärt Mutter Kelley: "Wir machten uns Sorgen, dass sie es nicht zum Festival schafft. Es war zeitnah zu ihrer letzten Behandlung. Aber sie war stark genug und nur fünf Wochen nach der Chemo gingen wir gemeinsam hin."

Auf dem Festival selbst kam der Erkrankten viel Liebe seitens der Besucher entgegen. Kelley Pettit Huff schreibt in dem sozialen Netzwerk: "Ich bin so dankbar für die Konzertgänger, die perfekten Fremden, die auf Cassidy zukamen, ihr ein High five, eine Fist bump oder eine Umarmung gaben, die ihr aufmunternde Worte entgegneten oder ihre Geschichte von einer geliebten Person, die selbst mit Krebs kämpft oder kämpfte, erzählten. Es war so herzerwärmend, die Liebe der fremden Menschen zu spüren. Das machte mich so glücklich." Kelley Pettit Huff ergänzt allerdings auch: "Wir alle wissen, dass sich das schnell änderte."

Doch trotz des schrecklichen Attentats in Las Vegas ist die US-Amerikanerin dankbar. Für ihren Ehemann, der bei ihr am Telefon blieb und ihr sagte, so schnell wie möglich zu rennen. Für einen Polizisten, der Cassidy half, als diese zusammenbrach und zu schwach war, um weiter zu laufen. Für viele andere Menschen, die ihr und ihrer Tochter dabei geholfen haben, diesem Ort des Schreckens zu entkommen.

"Ich wundere mich, was all den netten Menschen, die zuvor meine Tochter und ihren Kampf gegen den Krebs anerkannten, passiert ist. Ich verstehe weder, wie das passieren konnte, noch kann ich es überhaupt erfassen", heißt es in dem Facebook-Post von Kelley Pettit Huff. Für die Mutter steht fest: "Ich muss jeder Person danken, die uns am Sonntag geholfen und uns sicher nach Hause zu meinem Ehemann und meinen drei anderen kleinen Mädchen gebracht hat. Ich liebe euch so, als ob ich euch schon mein ganzes Leben lang kennen würde, und ich werde euch nie vergessen."