Junge Frau bricht nach Besuch in Kieler Shishabar bewusstlos zusammen

Ein Mensch kam ins Krankenhaus

Nach dem Besuch einer Shishabar in Kiel ist eine junge Frau mit Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung zusammengebrochen. Wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt am Mittwoch mitteilte, bemerkten Zeugen die 19-Jährige am Dienstagabend auf der Strafe vor dem Lokal und wählten den Notruf. Sie kam in eine Klinik. Feuerwehrleute maßen in der Bar eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid.

Beim Eintreffen eines Rettungswagens verlor die Frau den Angaben nach kurzzeitig das Bewusstsein, Lebensgefahr bestand allerdings nicht. Nach Aussage eines Zeugen hatte sie zuvor in der Bar eine Pfeife geraucht und war dann vor die Tür gegangen, weil sie sich unwohl fühlte. Feuerwehrleute mit Atemschutz durchsuchten die Räume nach weiteren hilflosen Besuchern, fanden jedoch keine.

Die übrigen Besucher und der Betreiber hatten das Lokal demnach bereits zuvor selbstständig verlassen. Einsatzkräfte belüfteten die Bar anschließend. Sie darf nach Angaben der Polizei bis zu einer Begutachtung durch das Ordnungsamt nicht wieder öffnen.

Kohlenmonoxid ist ein tödliches geruchs- und farbloses Gas, das bei Verbrennungsprozessen entsteht und sich in geschlossenen Räumen in gefährlicher Konzentration ansammeln kann. Immer wieder kommt es in Deutschland zu Vergiftungen, etwa durch defekte Heizgeräte oder fahrlässig betriebene Feuerstellen.