Julian Nagelsmann: "FC Bayern würde mich glücklicher machen"

Personell ist die TSG vor dem Europa-League-Spiel gegen Ludogorez Rasgrad sehr schwach aufgestellt. Viele Leistungsträger fehlen verletzt.

Julian Nagelsmann biedert sich beim FC Bayern München an. Im Gespräch mit Ex-FCB-Sportvorstand Matthias Sammer spricht er ebenso über den Rekordmeister wie über Uli Hoeneß.

"Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle", so Nagelsmann bei Eurosport zitiert. Der TSG-Trainer ist zuversichtlich: "Ich habe viele Jahre in München gelebt, komme aus Landsberg am Lech. Meine Frau und mein Kind ziehen demnächst nach München. Wir bauen dort ein Haus."

Kürzlich siegte der 30-Jährige mit seiner TSG gegen Carlo Ancelottis Bayern mit 2:0. Wenige Tage später stellt er aber fest: "Der FC Bayern würde mich noch ein Stück glücklicher machen." Gleichwohl fügt er natürlich an: " Aber es nicht so, dass mein Lebensglück total vom FC Bayern abhängt."

Matthias Sammer, ehemals Sportdirektor bei Bayern München, sagte: "Kommt Zeit, kommt Rat. Aber wenn alles normal läuft, gehen wir davon aus, dass es irgendwann passiert.“ Sammer meint: "Ich würde es ihm wünschen, dass er mich als jüngster Meistertrainer ablöst."

Nagelsmann wollte nach München

Entscheidend für ein zukünftiges Engagement könnte FCB-Präsident Hoeneß werden. "Es freut mich, wenn ein Mann wie Uli Hoeneß, der den FC Bayern groß gemacht hat, von mir ein bisschen etwas hält", stellt Nagelsmann fest. Bereits im Sommer 2015 wollte dieser den jungen Trainer beim FC Bayern wissen.

Nagelsmann, der einen Posten in der Münchner Jugend übernehmen sollte, lehnte damals ab und blieb in Sinsheim: "Es hat nur 7 Minuten und 30 Sekunden gedauert. Also wirklich ganz, ganz kurz. Uli Hoeneß hat ein paar Dinge gefragt. Anscheinend habe ich ihn recht schnell überzeugt. Dann ist der Gedanke bei Bayern gereift, mich zu holen."

Gerne wäre Nagelsmann damals nach München gekommen, die TSG spielte aber nicht mit: "Schließlich habe ich ja meinen Vertrag hier in Hoffenheim in vollem Bewusstsein unterschrieben, und den werde ich auch erfüllen. Dann kam es eben zu dem Anruf nach München, dass es nicht zu Stande kommt."

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