Juli-Chefin zur Flüchtlingsdebatte: "Die Antwort ist ganz klar Rettung"

Jürgen Klöckner
Juli-Chefin Ria Schröder. 

Ria Schröder lacht kurz, als sie nach links schaut.

Dort blickt sie in das Gesicht von FDP-Chef Christian Lindner in einem gerahmten Foto.

Zufälle gibt’s, hier in der “Ständigen Vertretung” in Berlin, in der wir die Chefin der Jungen Liberalen zum Interview treffen. 

Sie ist Lindners politischer Nachwuchs, sozusagen.

Die 26-Jährige leitet seit drei Monaten die Julis und hat keine Scheu, sich auch mit der Mutterpartei anzulegen. 

“In der Zeit, in der die FDP nicht im Bundestag saß, hat uns das gemeinsame Ziel geeint, wieder ins Parlament einzuziehen”, sagt sie.

Doch nun “werden wir sicherlich wieder kritischer mit der FDP umgehen, auch in der Öffentlichkeit”.

Als Lindner twitterte, die Partei sei näher bei der CSU als bei Kanzlerin Angela Merkel, sprach Schröder von einem “gefährlichen Spiel”.

“Den Weg über die Presse”, sagt sie heute, “wählen wir nur, wenn wir das Gefühl haben, es geht grundsätzlich in eine falsche Richtung und wir kommen intern nicht mehr weiter.”

Und dieses Gefühl hat sie nun auch wieder – in der Debatte um die Frage, ob NGOs Flüchtlinge im Mittelmeer retten sollten. 

Es darf nicht ernsthaft eine Frage sein, ob man Menschen vor dem Ertrinken rettet oder nicht. Wir alle müssen uns in Europa einig sein, dass Hautfarbe, Herkunft und Status dafür irrelevant ist. Die Antwort auf diese Frage muss deswegen ganz klar heißen: Rettung.

“Es darf nicht ernsthaft eine Frage sein, ob man Menschen vor dem Ertrinken rettet oder nicht”, sagt sie. “Wir alle müssen uns in Europa einig sein, dass Hautfarbe, Herkunft und Status dafür irrelevant ist. Die Antwort auf diese...

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