Jugendlicher Leichtsinn: Motorradfahrer lässt sich absichtlich blitzen

Jugendlicher Leichtsinn: Motorradfahrer lässt sich absichtlich blitzen

Ein 17-jähriger Motorradfahrer hat sich mit den Blitzanlagen in Ludwigsburg einen Spaß erlaubt: Insgesamt 32 Mal ließ sich der Teenager blitzen – und das offenbar mit voller Absicht.

Drei Monate lang fuhr der Jugendliche mit seinem Motorrad mit bis zu 43 Kilometern pro Stunde mehr als erlaubt durch die Radarfallen in seiner Umgebung. Sobald der Blitzer auslöste, erhob er seine Finger zum Victory-Zeichen. "Er habe nicht damit gerechnet, dass man ihn als Motorradfahrer erwischen könnte – und sich einen Spaß daraus gemacht, die Anlagen auszulösen", erklärte laut dpa der der Stadtverwaltung.

Falsch gedacht. Die Polizei und Stadtverwaltung von Ludwigsburg entlarvten den tollkühnen Nachwuchsbiker und fanden seine Raserei ganz und gar nicht lustig. Der Jugendliche muss nun für mindestens 15 Monate seinen Führerschein abgeben, kassiert stolze 36 Punkte in Flensburg und soll 7.000 Euro Bußgeld zahlen.

Um 36 Punkte in Flensburg zu bekommen, muss man sich übrigens seit der Reform von 2014 anstrengen. Seitdem werden nur noch Verstöße registriert, die sicherheitsgefährdend sind, heißt es auf "Bussgeldkatalog.org". Für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von über 41 Kilometern pro Stunde außerhalb geschlossener Ortschaften kassiert ein Raser zwei Punkte. Beträgt die Geschwindigkeitsüberschreitung "nur" zwischen 21 und 40 Kilometern pro Stunde, gibt es dafür jeweils einen Punkt.

Video: Was löst einen Blitzer aus?